Mehr Austausch über den Rhein

Charlotte Pötter

Von Charlotte Pötter

Mi, 26. September 2018

Rheinfelden

Stadtseniorenrat verbucht breites Interesse an seiner Arbeit für die ältere Generation / Zum Zehnjährigen gibt es einen Festakt.

RHEINFELDEN. Das Erfolgsrezept des Stadtseniorenrats sind die Vorsorgemappe, Patientenverfügung und Erschaftsmappe. Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins im kommenden Jahr ist ein Festakt geplant. Außerdem will der Stadtseniorenrat seine bilaterale und grenzüberschreitende Kooperation mit dem Stadtseniorenrat der Schweiz verstärken.

Am Montagabend trafen sich die Mitglieder des Stadtseniorenrates im Bürgertreffpunkt Gambrinus, um Bilanz über das Vereinsjahr zu ziehen. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Christian Singer als Mitglieder im Stadtseniorenrat Rheinfelden/Schweiz zeigten sich beeindruckt von der großen Beteiligung an der Versammlung.

Als gemeinnütziger Verein von ausschließlich Ehrenamtlichen bietet der Stadtseniorenrat eine Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, die Hilfe suchen. Er berät sie und vermittelt sie weiter an entsprechende Stellen. Gleichzeitig macht der Verein sich zur Aufgabe, die Öffentlichkeit auf die Probleme älterer Menschen aufmerksam zu machen und an deren Lösung zu arbeiten.

Diesem Ziel ist die 158 Mitglieder zählende Gemeinschaft – und damit um elf Personen gewachsene Gruppe – mit verschiedenen Projekten einen großen Schritt näher gekommen. Zum einen wurden durch den Verband des Seniorennetzwerks Rheinfelden und die Kooperation der verschiedenen Institutionen und deren gemeinsame Arbeitskreise mehrere effektive Projekte in Gang gebracht, wie etwa Wohnen im Alter mit Behinderung. Außerdem arbeiten die Mitglieder daran, die Digitalisierung und Inklusion in ihre Arbeit zu integrieren, wie zum Beispiel durch die App Wheelmap, unter der per Ampelsystem rollstuhlgerechte Orte gefunden werden können, oder durch die App Die Nette Toilette, um Suchenden schnell zu helfen.

Maßnahmen kommen an
Positive Rückmeldungen gibt es auch zur Sitzbank zwischen der Römerstraße und dem Kreiskrankenhaus, die nach einer direkten Ansprache an den Oberbürgermeister letztes Jahr schnell platziert war. Auch ein Behindertentoilettenschild wurde rasch von der Stadt aufgehängt.

Schriftführer Dieter Kautzmann hob hervor, dass das Erfolgsrezept des Vereins die Vorsorgemappe, Patientenverfügung und Erbschaftsmappe sind, die die Organisation auf Anfrage vorbereitet und zusammenstellt.

Zudem wurden im Jahr seit der letzten Versammlung 45 Anlässe ausgerichtet, von denen 20 Infotage waren, bei denen Fachexpertin Karin Schwarz-Marty über Themen wie Vorsorgevollmacht referierte. Bedauern gab es, dass der Bürgerbus als Ergänzung zum Stadtbus nicht umgesetzt wird. Ein Gutachten aus dem letzten Jahr zeigte, wie heikel es mit dem Versicherungsschutz werden kann. Allerdings halten sich die Stadt wie der Verein zusammen mit Grenzach-Wyhlen auf dem Laufenden.

Anlässlich des Zehn-Jahres-Jubiläums plant der Verein einen großen Festakt. Außerdem will er seine bilaterale und grenzüberschreitende Kooperation mit dem Stadtseniorenrat der Schweiz verstärken. Die Menschen sollten generell generationsübergreifend besser verbunden werden. Die Mitglieder wollen auch die Öffentlichkeitsarbeit verbessern.

Die beliebten Sitzbänke sollen zusammen mit dem Arbeitskreis barrierefrei an mehreren Stellen gebaut werden. Überdies ist als konkreter Termin der 17./18. Oktober für das Rollatortraining geplant, an dem auch über das Thema referiert wird.
Der OB hob den günstigen und sozial verträglichen Wohnungsbau als Zukunftsprojekt hervor sowie den Ausbau des Bürgerheims, der den älteren Menschen in der Stadt zugutekomme. Außerdem schlug er eine Mieterzeitschrift für eine größere Präsenz vor und machte sich zu den Wünschen von Bänken in Wald und Natur Notizen.

Bevor Schwarz-Marty über das Betreuungsrecht sprach, das im Jahr 2015 in Deutschland 1,3 Millionen in Anspruch nahmen, wurde der Vorstand einstimmig entlastet und weitergewählt. Mit der glänzenden finanziellen Bilanz verspricht sich der Verein einen guten Start für die weitere Zukunft.

Stadtseniorenrat Rheinfelden, Vorstand wiedergewählt, Ansprechpartner und . Vorsitzende: Eckhard Mikuszies, Kontaktdaten: Adolf-Senger-Straße 41, Rheinfelden, Telefon 07623 3726, E-Mail: emikuszies@kabelbw.de

Mitglieder: 158