Mehrfache Ausschreibung von Stellen kommt bei der Stadt selten vor

Ingrid Böhm-Jacob

Von Ingrid Böhm-Jacob

Sa, 19. Januar 2019

Rheinfelden

Hauptamtsleiter Hans-Peter Schuler erwartet nach Bewerberlage eine Lösung für den Betriebsleiter Bäder / 50-Prozent-Stelle Klimaschutzmanager wird nachbesetzt.

RHEINFELDEN. Bei rund 400 Mitarbeitern, die bei der Stadt beschäftigt sind, schlagen für Hauptamtsleiter Hans-Peter Schuler fast täglich auch Personalthemen mit Handlungsbedarf für den Arbeitgeber auf. Das reicht von längeren Krankheitsausfällen bis zu Kündigungen. Obwohl ständig Bewegung im Personalkörper steckt, zeigt sich Schuler doch zufrieden mit der Lage.

Es habe sich herumgesprochen, dass die Stadt ein guter, familienfreundlicher Arbeitgeber sei, der einiges zusätzlich zur Bezahlung für die Mitarbeiter leiste. Somit gebe es keine besondere Fluktuation zu verzeichnen. Die "natürliche" leite sich oft aus Elternzeiten ab, in denen Stellen befristet nachbesetzt werden müssen.

Dass die Stadtverwaltung Stellen mehrfach ausschreiben muss, weil keine Bewerbungen eingehen oder die Kandidaten nicht die Qualifikation mitbringen, die benötigt wird, komme selten vor. "Das spricht für die Qualität des Arbeitsplatzes", merkt Schuler auch aufgrund des Feedbacks an, das er erhält. Insgesamt sei die Bewerbersituation zwar überschaubar geworden, die Stadt habe sich angesichts dieser Entwicklung deshalb auch für Quereinsteiger geöffnet, wo dies möglich ist. Bis jetzt sei die Stadtverwaltung bei der Nachbesetzung von offenen Stellen "relativ erfolgreich", heißt es.

Schuler freut sich vor allem, dass die Führungspositionen in der Verwaltung und anderen Einrichtungen dauerhaft besetzt sind und auch keine Pensionierungswelle bevorsteht. Er spricht hier für die "nächsten zwei, drei Jahre" von "gut aufgestellt".

Auch bei längeren Krankheitsausfällen haben sich bisher Lösungen mit Umstrukturierungen und Zwischenbesetzungen gefunden, denn Aufgaben über einen längeren Zeitraum zu kompensieren, gestalte sich als schwierig.

Die Verwaltung hat auch eine Personalentwicklungsgruppe installiert, um den ständigen Prozess auch mit dem Personalrat abzustimmen. Außerdem wurden in mehreren Bereichen auch im Bereich der Fachangestellten Springerstellen geschaffen, die dabei helfen, plötzliche Lücken zu schließen.

Aktuell befindet sich die Verwaltung nach der Ausschreibung der Leitung Bäderbetrieb, für die nicht ganz so viele Bewerbungen eingegangen sein sollen, laut Schuler im Verfahren. "Wir sind zuversichtlich", sagt er zu bevorstehenden Vorstellungsgesprächen. Er weiß auch, dass nicht alle Kommunen das behaupten können, bei landesweit 2500 offenen Stellen im Bäderbereich.

Nach dem Weggang der Klimaschutz-managerin wird für sie eine schnellstmögliche Nachfolgelösung angestrebt.

Die Wiederbesetzung der 50-Prozent-Stelle laufe an, denn diese Position soll eine dauerhafte sein, umschreibt Schuler die Zielsetzung. Mit Werkverträgen für einzelne Projekte zu arbeiten, wie schon im Gemeinderat diskutiert, werde nicht als Lösung betrachtet.