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01. Dezember 2011
Mit Samba und Bossanova obenauf
Die Saxophonband der Musikschule gefällt unter Leitung von Rolf Geisler mit Musik aus Brasilien.
RHEINFELDEN. Freude an der Musik haben viele, nur hält nicht bei allen die Ausdauer so lange vor, dass es auch gelingt, die Früchte langen Übens zu ernten. Saxophonlehrer Ralf Geisler bewies mit seinem Konzert, dass es sehr wohl gelingt, sich musikalisch an der Musikschule auf Konzertniveau hochzuarbeiten.
Vergangenen Samstag spielten seine Saxophonschülerinnen Sina Kohlbrenner (Altsaxophon), Petra Koprian (Sopran- und Altsaxophon) und Christian von Wolff (Altsaxophon) im Rahmen einer spontan im Sommer von Ralf Geisler begründeten Jazzband herrliche Bossanova-Songs des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Jobim . Für das einstündige Konzert im Orff Saal der Musikschule, das mit bekannten Titeln wie "Agua de beber"(Trinkwasser), Dindi, Wave oder "O amor em paz" (Einst liebte ich) einen tiefen Einblick in die Musikepoche des Bossanova gab, lieferten Thomas Müller (Schlagzeug), Reinhard Felber (Kontrabass) und Spiritus rector Ralf Geisler (Klavier) ein exzellentes Bassfundament.
In "Agua de beber", einem Lied von 1963 , das vielfach gecovert wurde und mittlerweile ein Jazzstandard ist, gefiel Petra Koprian mit ihrem sauber intonierten Spiel am Sopransaxophon. Sina Kohlbrenner überzeugte mit ihrem warmen vollen Altsaxophonklang, wobei sie sich auch auf die heiklen Piani versteht, die bei ihr ausdrucksvoll rüberkommen. Gut gelang auch das Zusammenspiel des Ensembles, und man spürte den Musikern förmlich ihre Freude am Spielen und Experimentieren an. Bassist Reinhard Felber zupfte die Melodie zuweilen in solistischen Passagen, so dass sich auch wunderschöne Passagen der Ruhe und Stille in die Bandmusik einflochten.
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In "Chega de saudade" (No more blues) boten die vier männlichen Bandmitglieder eine Herrenrunde, die vor allem durch die ausdrucksvollen warmen solistischen Saxophonklänge Christian von Wolffs gefiel. Schlagzeuger Thomas Müller gab der Musik den Drive. Er war ein guter und effektiver Arbeiter am Drumset, der mit den Tempi spielerisch souverän umzugehen wusste. Zusammen mit Ralf Geisler am Klavier harmonierte er gut, ohne zu große Dominanz auszuüben.
Das Publikum bedankte sich mit starkem Beifall für die Samba- und Bossanovaklänge, die die Grundgrooves für das abwechslungsreiche Konzert lieferten, das einen herrlichen Einblick in die populäre Musik Brasiliens bot. Mit dem fetzig flotten Sound von "Retrato em branco e preto " als Zugabe, dessen Fortissimi wie ein letztes genießerisches musikalisches Aufbäumen wirkt, verabschiedete sich die Band.
Autor: Chris Rütschlin
