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10. September 2013

Naturkunde für die Asylbewerberkinder

Freundeskreis Asyl organisiert Busfahrt zum Wildgehege in Waldshut.

  1. Der Freundeskreis Asyl lädt Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft zu einem Ausflug nach Waldshut ein. Foto: Danielle Hirschberger

RHEI(NFELDEN (dhr). "Wir gehen Schweine gucken!", sagt die sechsjährige Aida strahlend. Mit ihrer Freundin Sabina und ihren Geschwistern steigt sie in den großen roten Bus der SBG, um nach Waldshut ins Wildgehege zu fahren.

Die Asylbewerberkinder werden jedes Jahr vom Freundeskreis Asyl eingeladen, um einen fröhlichen, unbeschwerten Nachmittag mit Naturkunde zu erleben. Viele Kinder haben schon in früheren Jahren an diesem Ausflug teilgenommen, sie kannten die Attraktionen des kleinen Erholungsparks.

Aktive des Freundeskreis Asyl spazierten mit ihren großen und kleinen Gästen an den Gehegen vorbei und sprachen über das darin lebende Wild. "Voll cool!" fand Dayana aus Sri Lanka das Herbeilocken der Tiere mit Mais vom Kiosk. Manuel meinte naserümpfend, dass die Schweine stinken. Einige umrundeten alle Gehege bis zum Walderlebnispfad, sahen Muffelwild, Damwild, Steinwild.

Magnet für alle war der große schöne Spielplatz, hier wurde gerannt, gespielt – und viel gekreischt. Die Asylbewerber hatten ordentlich Spaß. Sie revanchierten sich für die unbeschwerten Stunden, indem sie ihr mitgebrachtes Essen mit ihren Gastgebern teilten. So saß eine bunt gemischte Gesellschaft auf der Decke neben der Schaukel oder am Tisch in der Sonne und genoss exotisch gewürzte Speisen.

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Der Tafelladen hatte Obst spendiert, Lederbälle und anderes Spielzeug versüßten den Kindern den Nachmittag. Finanziert wurde dieser Ausflug von der Firma Umicore. In zahlreichen Sprachen – Urdu, Tamil, Hindi, Tschetschenisch, Roma, Persisch und viele andere – schrieben die Asylbewerber das Wort "Danke" auf einen Dankesbrief. Aida und ihre vielen Freunde jedenfalls verfütterten voller Begeisterung 40 Schachteln Mais.

Autor: dhr