Ideenwettbewerb

Rheinfelder Schüler entwickeln Ideen zur Müllvermeidung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 11. Januar 2019 um 14:42 Uhr

Rheinfelden

Unter dem Titel "Rettet Rheinfelden! – Ist Plastikmüll ein Verbrechen?" entwickelten Gewerbeschüler Ideen zur Müllvermeidung und gewannen damit einen Wettbewerb.

Klimaschutz findet lokal statt, ist einfach und kann von jedermann umgesetzt werden. Der Ideenwettbewerb 2018 der Stadt setzte genau da an und fragte, was für Klimaschutzprojekte von Schulen, Vereinen und anderen Akteuren im Laufe des Jahres gemacht wurden. Am 7. Januar traf sich die Jury, um die Bewerbungen auszuwerten. Bis zum Einsendeschluss Ende Oktober waren sieben Projekte eingegangen, sechs davon in der Kategorie "Mitmachprojekt" und ein Kooperationsprojekt.

Als Sieger gingen Lena Preiss, Franziska Baranowski, Vivian Pazmany und Vincent Glaw von der Gewerbeschule Rheinfelden aus dem Wettbewerb hervor. Unter dem Titel "Rettet Rheinfelden! – Ist Plastikmüll ein Verbrechen?" entwickelten die Schüler verschiedene Ideen und Aktionen zur Müllvermeidung. Beispielsweise warben sie bei Fastfood-Läden, die von Schülern aufgesucht werden, für den Verzicht auf Plastikverpackung.

Jury zeigt sich von den innovativen Ideen sehr beeindruckt

Am Infotag der Gewerbeschule organisierten sie unter dem Motto "Tatort Quizparcours" mehrere Spiele und Bastelaktionen. So mussten die Mitschüler zum Beispiel an einem Zeitstrahl die Zerfallszeiten von Verpackungsmaterialien zuordnen oder konnten sich aus einem Tetrapack ein Portemonnaie basteln. Darüber hinaus integrierten sie die Firma Plastik Vogt mit Präsentationen zum Weg des Mülls und deren Folgen für die Umwelt in ihren Auftritt. Ideen für die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 500 Euro haben die Schüler auch schon. Sie wollen damit Bottleboxen zum Sammeln von Pfandflaschen und fairtrade-zertifizierten Stofftaschen kaufen.

Die Jury zeigte sich von den innovativen Ideen sehr beeindruckt. Darüber hinaus gefiel, dass in das Projekt alle am Müllkreislauf Beteiligten – Verteiler, Nutzer und Entsorger – eingebunden wurden. "Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz mit geeigneter Öffentlichkeitsarbeit ein großes Potential hat", so Jurymitglied Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Südwest.

Platz zwei ging an den Tennisverein in Herten, dessen Trainer mit den Jüngsten eine jährliche Putzaktion im Hertener Loch macht. Das Projekt punktete insbesondere durch die Einbindung der Jugend und die frühe Bewusstseinsbildung. Das Preisgeld wird in Greifzangen investiert.

"Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz mit geeigneter Öffentlichkeitsarbeit ein großes Potential hat." Jan Münster
Über den dritten Preis durfte sich das Familienzentrum freuen, das jedes Jahr mehrere Tauschbörsen organisiert. Hier gefiel der Jury, dass die Waren ohne Geldeinsatz getauscht werden.

Als einziges "Kooperationsprojekt" erhielt die evangelische Kirche Rheinfelden den ersten Preis in dieser Kategorie. Sie möchte mit Hilfe von Datenloggern Temperaturen in Kindertages- und anderen Einrichtungen auslesen, um die Nutzer zu sensibilisieren und die Heizungseinstellungen zu überprüfen. Als zweite Aktivität möchte die Gemeinde zur Beleuchtung mit LED-Lampen aufklären und so das Bewusstsein zur Energieeinsparung schärfen. Mit dem Preisgeld sollen weitere Datenlogger gekauft werden.

Die Jury des Klimaschutzwettbewerbs bestand aus dem Geschäftsführer der Energieagentur Südwest Jan Münster, Klaus Nerz (Vertriebsleiter von Wärme- und Energielösungen bei Energiedienst), Callum Mac Kerracher, (Mitglied Grüner Gockel), Geschäftsführerin der VHS, Gaby Dolabdjian und der städtischen Klimaschutzmanagerin Erika Höcker. Die Preisgelder betrugen 500, 350, und 200 Euro.