Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

24. September 2013

Richtig eng ist es nirgends

In Adelhausen liegt Armin Schuster bei den Erststimmen 53 Prozentpunkte vor Mengel.

  1. Besuch: OB Eberhardt machte am Sonntag eine Tour durch die Wahllokale und verteilte Süßigkeiten an die Helfer. Foto: Stadt

RHEINFELDEN. In keinem einzigen der 34 Wahlbezirke konnte SPD-Kandidat Thomas Mengel dem CDU-Abgeordneten Armin Schuster das Wasser reichen: Im für ihn besten Bezirk Oberrheinfelden fehlten noch immer acht Prozentpunkte bei den Erststimmen, die größte Differenz gab es Adelhausen: Dort hatte Schuster 53 Prozentpunkte Vorsprung.

Im Dinkelbergdorf, dem der CDU-Abgeordnete persönlich besonders verbunden ist und wo er am Wahlsonntag zu einem Familientag eingeladen hatte, fuhr er das beste Resultat ein: 211 von 320 Erststimmen entfielen auf Schuster, das macht 66,6 Prozent. Sein mit einem Anteil von 41,6 Prozent schlechtester Bezirk fällt exakt mit Mengels bestem zusammen: Oberrheinfelden.

Auch bei den Zweitstimmen konnte die CDU in Adelhausen punkten: 56,6 Prozent ist die Marke, die nirgendwo anders erreicht wurde. 38 Prozent waren es im schwächsten CDU-Wahllokal, der Grundschule Herten. Die meisten Stimmen für die SPD (33,1 Prozent) gab es in der Realschule.

FDP-Kandidat Tilo Levante hingegen brachte in den Rheinfelder Bezirken keinen Fuß auf den Boden, obwohl er ja aus der Nachbargemeinde stammt und hier bis zum Abitur zur Schule gegangen ist: Sein bestes Ergebnis sind die 4,4 Prozent in einem der fünf Briefwahlbezirke. Bei den Zweitstimmen können die Liberalen immerhin Nordschwaben zufrieden sein. 13 Stimmen im kleinsten Rheinfelder Ortsteile reichen für 8,6 Prozent.

Werbung


Größere Spannen gab es auch bei den Grünen: Bei den Erststimmen wurde Ina Rosenthal in einem Briefwahlbezirk mit mehr als 15 Prozent bedacht, während es in der Goetheschule zu gerade mal 4,5 Prozent reichte. Bei den Zweitstimmen konnte die Partei, die in Baden-Württemberg immerhin den Ministerpräsidenten stellt, im Rathaus Herten stolze 18,1 Prozent bejubeln, während es in der Goetheschule bei 7,3 Prozent blieb.

Als stärkste Bastion der Linken entpuppte sich der Treffpunkt Gambrinus: Kandidat Thomas Grein kam bei den Erststimmen dort auf 7,6 Prozent, seine Partei bei den Zweitstimmen auf 8,7 Prozent. Wenig Wasser unter den Kiel brachten die Piraten. Ihr bestes Ergebnis erzielten sie mit 3,9 Prozent ganz oben auf dem Dinkelberg – in Nordschwaben und das sowohl bei den Erst- als auch den Zweitstimmen.

Der Kandidat der AfD, Wolfgang Fuhl kam in der Hebelhalle in Nollingen auf 5,5 Prozent der Stimmen – sein bestes Resultat. Seine Partei kam im gleichen Bezirk auf 7 Prozent der Zweitstimmen.

Vernachlässigbar ist der Rest der Parteienlandschaft, mit Werten meist unter einem Prozent. Wobei zwei der Randgruppen in ein und demselben Bezirk ihr auf die Stimme identisches bestes Ergebnis erzielten: Die NPD und die Tierschutzpartei kamen im Kindergarten Herten mit je acht Stimmen auf 2,22 Prozent.

Wahlbezirke (Zweitstimmen) stehen in der Tabelle auf

Autor: Ralf Staub