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27. Januar 2016

Ruderclub

Ruderer backen mit Flüchtlingskindern

Der Ruderclub Rheinfelden lädt Flüchtlingskinder zum Backen und in den Kraftraum im Bootshaus ein und bereitet so mit wenig Aufwand viel Freude.

  1. Beim Backen im Bootshaus des Ruderclubs waren die Flüchtlingskinder aufmerksam und mit großem Spaß bei der Sache. Foto: Claudia Gempp

RHEINFELDEN. Dass es nicht viel braucht, um den in Rheinfelden lebenden Flüchtlingskindern eine Freude zu bereiten, bewies der Ruderclub Rheinfelden mit einer begrüßenswerten Aktion: Acht Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren aus Syrien, Irak und Balkanländern kamen am Sonntag ins Bootshaus, um unter fachkundiger Anleitung der zweiten Vorsitzenden Gunda Fink köstlich-süße Hefeteilchen zu backen.

Es war ihre Idee, "weil Kinder etwas ganz Besonderes sind, egal woher sie kommen, und wir wollen zeigen, dass es bei uns auch nette Menschen gibt", sagte Fink. Nachdem sie und Elfi Mayer-Fulde vom Freundeskreis Asyl die Gruppe mit zwei Pkw in den Unterkünften an der Schildgasse und Römerstraße abgeholt hatten, wurden Mohamed, Ali, Aya, Elona, Asibe und die anderen vom RC-Vorsitzenden Dirk Meiwes mit einem herzlichen "welcome" begrüßt. Mit ihm halfen weitere Erwachsene und Kinder des RC.

"Weil wir uns alle engagieren und unseren Beitrag leisten müssen, unterstützen wir die Idee, um die Kinder aus ihrem Alltag herauszuholen. Wir wollen zeigen, dass man auch mit wenig Aufwand Freude bereiten kann. Mir macht es jedenfalls großen Spaß", sagte Meiwes. Elfie Mayer-Fulde hatte Kinder ausgewählt, die altersmäßig passten, und alle hätten sich sehr gefreut. Überhaupt, so meinte sie, "ist es eine wunderbare Sache, wenn Vereine deutsche und ausländische Mitbürger in Kontakt bringen, denn es geht nicht schöner und zwangloser als bei solchen Aktionen".

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Eines der Mädchen spricht Englisch und fungierte als Dolmetscherin, aber auch sonst gab es keine Sprachbarrieren. Im Gegenteil: Mit ihrer ungezwungenen Art gelang es Gunda Fink ganz schnell, die Kinder zu motivieren und anzuleiten, und bald war die Küche erfüllt von munterem Stimmengewirr. "Das heißt bei uns Zöpfli", erklärte sie, und recht schnell hatten die Mädchen und Jungen den richtigen Dreh raus. Nachdem das erste gefüllte Backblech im Ofen war, zog bald der köstliche Duft von frischem Backwerk durch den Raum. Unterdessen hatte der RC-Nachwuchs Tee gekocht.

Die drei Kilogramm Mehl ergaben etwa 60 Hefezöpfli, die sich alle in froher Runde am großen, liebevoll gedeckten Tisch schmecken ließen. Nach dem gemeinsamen Essen ging es in den Kraftraum, was den Kindern viel Spaß machte. Darüber hinaus wolle man mit ihnen am Donnerstagabend Gymnastik machen. "Wir hoffen, dass alle wieder kommen." Bis am frühen Abend verweilten die Gastkinder im Bootshaus. "Sie nahmen mit großer Freude viele Zöpfe mit und verteilten sie an die anderen Kinder, die zu Hause bleiben mussten" und diese hätten sich natürlich sehr darüber gefreut, sagte Fink.

Autor: Claudia Gempp