Skibasar

Skizunft sorgt für Wärme

Claudia Gempp

Von Claudia Gempp

Di, 17. November 2015

Rheinfelden

Beim Skibasar gesammelte Kleiderspenden gehen an die Gemeinschaftsunterkunft.

RHEINFELDEN. Der nächste Winter kommt bestimmt. Gemäß diesem Motto startet die Skizunft Rheinfelden jedes Jahr mit ihrem traditionellen Ski-Basar in ihre sportliche Saison. Diesmal jedoch wollte der Verein, so Vorsitzende Gudrun Hauck, "die Infrastruktur des Basars für zwei weitere gute Sachen nutzen". Und so startete man einen Aufruf sowohl zur Kleider- als auch Zeitspende für die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Schildgasse.

"Das Ergebnis war "überwältigend", freute sich Gudrun Hauck, die am Montag mit Unterstützung von Skizunft-Mitglied Regina Hirtle drei Kombis und einen Kleintransporter alle bis unters Dach gefüllt mit Kleiderspenden und anderen Textilien zur Gemeinschaftsunterkunft brachte, wo Heimbewohner sowie Praktikantin Lara Hannig beim Ausladen kräftig mit anpackten. Entstanden sei die Idee, so Hauck, weil immer wieder "normale" Winterpullis beim Ski-Basar abgegeben werden, "aber das funktioniert nicht, weil es ein Basar für Sportbekleidung ist". Daher habe man bei einer Vorbereitungssitzung für den Basar überlegt, das Ganze "einfach umzudrehen" und parallel zu Spenden aufzurufen in Absprache mit dem Freundeskreis Asyl und der Leitung und Kleiderkammer der Gemeinschaftsunterkunft. Hauptsächlich gesucht wurde Männerkleidung in kleinen Größen und natürlich Warmes für den Winter, wie Mützen, Handschuhe, Schals, alles in allem "nur tragbare und saubere Teile".

Es hat funktioniert und die Verantwortlichen zeigten sich gleich mehrfach positiv überrascht: Zum einen wegen der großen Menge an Spenden, zweitens, weil es "viele richtig gute Sachen waren", etwa Winterschuhe und Turnschuhe, aber auch Bettwäsche, teilweise noch original verpackt sowie Handtücher. Und es "sind Leute gekommen, die mit dem Ski-Basar sonst nichts zu tun haben", berichtet Gudrun Hauck. Nicht zuletzt freut sie sich über das Ergebnis der Zeitspenden: Am Ende des Basars fanden sich zehn Namen auf der ausgelegten Liste. Gesucht waren Menschen, die ihre Zeit einsetzen wollen, und zum Beispiel für sogenannte Patenschaften zur Verfügung stehen. Dazu gehört, dass die Leute über einen gewissen Zeitraum Kontakt zu Männern, Frauen oder Familien halten und sich regelmäßig treffen.