Sommerkonzert mit jungen Streichern

Roswitha Frey

Von Roswitha Frey

Di, 25. Juli 2017

Rheinfelden

Drei Streicher-Ensembles der Musikschule unterhielten ihre Zuhörer mit Musik zum Thema Europa.

RHEINFELDEN. Ein beschwingter Streicherklang erfüllte den Lichthof des Georg-Büchner-Gymnasiums am Freitagabend: 25 Schüler von drei Streicher-Ensembles der Musikschule spielten gemeinsam unter Leitung von Monika Kordowich unter dem Motto "Europa".

Am Anfang und Ende des Sommerkonzerts führten die Nachwuchstalente an Geigen, Violen und Celli gemeinsam in stattlicher Orchester-Größe zwei berühmte Stücke auf. Zum Auftakt erklang das festlich-prächtige Präludium aus dem "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier, besser bekannt als "Eurovisions-Melodie", mit vollem, prägnantem, raumfüllendem Klang und beeindruckender Streicher-Verve.

Der Europa-Gedanke zog sich durch das Programm

Zum Abschluss taten sich alle Mitwirkenden noch einmal zusammen für Beethovens "An die Freude": Hymnisch und feierlich-kraftvoll klang dieses "Freude schöner Götterfunken" aus der Neunten Sinfonie im Zusammenspiel der Kinder und Jugendlichen, die mit Feuereifer, Konzentration und Spielfreude diese Beethoven-Hymne aufführten. Die Zeile "Alle Menschen werden Brüder" aus dieser Ode an die Freude stand symbolisch für den Europa-Gedanken, der sich als roter Faden durch das Programm zog.

Durch das grenzüberschreitende Musikschulfest in beiden Rheinfelden ließ sich Violin-Lehrerin Monika Kordowich zu dieser Programmidee "Europa" inspirieren. Ein gelebtes gemeinsames Europa spiegelte sich in den Stücken, Liedern und Tänzen aus verschiedenen europäischen Ländern. Auch die Komponisten dieser Werke waren zu ihrer Zeit "Global Player" und reisten durch Europa, um sich von Musikstilen in anderen Ländern anregen zu lassen.

Den Streicher-Reigen eröffneten die Jüngsten: Die Kinder vom Spielkreis "Wilde Notenköpfe" spielten an Geige und Cello eine Auswahl von Kinderliedern wie "Alouette" aus Frankreich, "Bella Bimba" aus Italien, "This Old Man" aus England und "In den Wald, um Holz zu schlagen" aus Tschechien. Den Zweit- und Drittklässlern machte es hörbar viel Spaß, diese eingängigen, gut ins Ohr gehenden Melodien und teils tänzerisch-schnellen Stücke zu spielen.

Als Nächstes kam der "Kunterbunte Streicherhaufen" an die Reihe. In diesem Vororchester sind Geigen- und Celloschüler zwischen zehn und 13 Jahren aktiv. Sie begeisterten mit Stücken und Tänzen aus den Niederlanden und der Schweiz in Sätzen des alemannischen Liedermachers und Komponisten Uli Führe.

Mit fortgeschrittenen Schülern aus den sechsten bis elften Klassen ist das Streichorchester der Musikschule besetzt, das sich an schwierigere Literatur aus Klassik, Romantik und Neuzeit wagte. In "Deutschen Tänzen" und kleinen "Ecossaisen" von Schubert beeindruckten die jugendlichen Streicher mit Schwung und harmonischem Zusammenspiel. Rhythmisch akzentuiert klang Falconieris "Batalla" von 1650. Mitreißend spielte das Streichorchester "Zorba’s Dance" von Mikis Theodorakis. Nur mit Geigen besetzt, hatten James Hooks Allegro und Beethovens Menuetto einen ganz speziellen Klang. Die rund 60 Zuhörer waren begeistert.