Spielen im Bauch des Wals

Heiner Fabry

Von Heiner Fabry

Mi, 07. Juli 2010

Rheinfelden

Kindergarten Minseln freut sich über neues Kunstwerk im Garten / Idee war 2004 entstanden.

RHEINFELDEN-MINSELN. Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein großer Wal im Garten des St. Elisabeth Kindergartens in Minseln gestrandet. Am vergangenen Wochenende versahen Eltern und Kinder das Kunstwerk mit einem glatten Innenleben.

Ein wahrhaftiges Kunstwerk ist im Rahmen des Projektes "Architektur macht Schule" im Kindergarten Minseln entstanden: ein Wal aus Spritzbeton, eingebettet in eine attraktive Spiellandschaft. Entstanden war die Idee schon im Jahr 2004. Aber es bedurfte großer Anstrengungen, sowohl seitens des Künstlers Sven Backstein, der den Entwurf fertigte, und besonders des Fördervereins des Kindergartens, der in einem mehrjährigen Spendenmarathon die knapp fünfstellige Summe zusammen brachte. Im April konnte der Wal aus Spritzbeton im Garten des Kindergartens fertig gestellt werden.

Stolze fünf Meter lang und zwei Meter hoch ist der Wal, der im Garten sein gewaltiges Maul aufsperrt. Aber das war erst der Rohzustand. Denn damit die Kinder im begehbaren Wal unbeschwert spielen und tollen können, versammelten sich Eltern und Kinder unter Leitung des Lörracher Architekten Christoph Geisel, um aus Kacheln und Fliesen ein farbenfrohes, glänzendes Innenmosaik anzufertigen.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen saßen Eltern und Kinder in froher Runde beisammen, schmirgelten Kacheln und Scherben, polierten die glänzenden Stücke und verkleideten die Innenwände des Wales. Nadja Bausch, Leiterin des katholischen Kindergartens Minseln, ist überglücklich. "Fast sechs Jahre lang haben wir den Wunsch nach diesem Wal gehegt und gepflegt, und jetzt ist es bald soweit." Ist das Innenleben fertig, wird der Wal einen passenden Außenanstrich bekommen und zum Sommerfest den Kindern feierlich übergeben. Der Dank der Kindergartenleiterin gilt den beteiligten Architekten, Christoph Geisel und Roland Seger, den Künstlern Sven Backstein und Nicole Mann und ganz besonders dem Förderverein unter dem Vorsitz von Sabine Wiedmann, der mit unermüdlichem Einsatz dafür gesorgt hat, dass ein Traum in Erfüllung ging und der Kindergarten mit einem veritablen Schmuckstück ausgestattet werden konnte.