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09. Februar 2012
"Stehen gut gegen Kälte da"
BZ-INTERVIEW: Stadtkommandant Gerhard Salg sieht Feuerwehr für alle Einsätze gewappnet.
RHEINFELDEN. Das Wetter ist Thema Nummer Eins: Seit einer Woche hat es auch in Rheinfelden Dauerfrost mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, Autobatterien steigen aus, Wasserleitungen gefrieren. Ralf Staub hat bei Kommandant Gerhard Salg nachgefragt, wie die Feuerwehr mit dem seit Jahren kältesten Winter umgeht.
BZ: Herr Salg, macht es Ihnen Sorgen, wenn sie auf das Thermometer schauen und an mögliche Einsätze denken?Gerhard Salg: Nein, von den Einsätzen her überhaupt nicht. Es ist schon Jahrzehnte her, dass wir Schläuche mit dem Langholzwagen holen mussten, weil sie eingefroren waren, bei einem geordneten Umgang kann nichts passieren. Auch von der persönlichen Schutzausrüstung her stehen wir gut gegen die Kälte da.
BZ: Können heutige Schläuche nicht mehr gefrieren?
Salg: Das schon, aber nur wenn das Wasser steht. Deshalb muss man darauf achten, dass es in Bewegung bleibt. Das gilt auch für Pumpen und die restliche Technik: Man muss entsprechend mit ihr umgehen.
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Salg: Auch da haben wir keine Probleme, die Löschfahrzeuge stehen in den Hallen, da schauen wir, dass wir stets zwischen 12 und 15 Grad Temperatur haben, lediglich das Kommandofahrzeug und das Servicefahrzeug unserer hauptamtlichen Gerätewarte stehen in einer ungeheizten Garage. Alle Fahrzeuge werden gut betreut und gewartet, da leisten unsere Gerätewarte wirklich hervorragende Arbeit. Das gilt natürlich auch für alle Abteilungen: In Nordschwaben etwa sieht es vom Wetter her schon noch mal anders aus, als in der Stadt, da sind bei entsprechenden Bedingungen auch immer die Schneeketten aufgezogen.
BZ: Die Wasserversorgung wird ja immer mal wieder diskutiert, wie sieht es bei einem solchen Winter aus?
Salg: Zunächst haben wir ja das normale Trinkwassernetz, aus dem wir uns bedienen, aber wir sind froh, dass wir auch noch als Rückfallebene diverse Löschteiche wie in Adelhausen oder Saugstellen an Bächen haben wie in Nollingen oder Degerfelden. In Karsau und Nordschwaben verfügen wir zudem über unterirdische Löschwasserspeicher, die wollen wir nicht missen. Außerdem führen die heutigen Löschfahrzeuge allesamt einen Löschwasservorrat mit, der zumindest für einen Zimmerbrand ausreicht.
BZ: Der Frost ist also kein Thema für die Feuerwehr?
Salg: Im Moment nicht, aber ich denke der eine oder andere Hausbesitzer wird noch ein Probleme bekommen, wenn es taut und das Wasser aus geplatzten Rohren strömt. Dann wird es vermutlich auch für uns Arbeit geben und somit ein Thema werden.
Autor: rs
