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28. Oktober 2016

Steinacker-Wein kommt ins Eichenfass

Die Winzer der IG Weinbau kündigen trotz der schwierigen Bedingungen einen sehr guten Jahrgang 2016 an.

  1. Der Winzersekt des Jahrgangs 2015 wird derzeit noch vor Hand nach einem exakt einzuhaltenden Schema abgerüttelt bevor er degorgiert wird. In der Vorweihnachtszeit kommt der Winzersekt in den Handel. Foto: Heinz Vollmar

  2. Aus der abgestochenen Grobhefe (Bild links) brennt ein Schnapsbrenner einen Hefeschnaps. Auf der Maische liegt derzeit noch der Spätburgunder Rotwein wo er vergährt. In wenigen Tagen wird auch diese Weinsorte in die Tanks im Weinkeller abgefüllt. Foto: Heinz u. Monika Vollmar

  3. Auf der Maische liegt derzeit noch der Spätburgunder Rotwein wo er vergährt. In wenigen Tagen wird auch diese Weinsorte in die Tanks im Weinkeller abgefüllt. Foto: Heinz u. Monika Vollmar

HERTEN. Der Hertener Steinackerwein des Jahrgangs 2016 verspricht trotz widrigster Bedingungen zu einem Super-Jahrgang zu werden. Darauf deute alles hin, teilen der Kellermeister der IG Weinbau, Dietmar Leipert, und der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Reiske, auf Nachfrage mit. Im Weinkeller des Hauses Rabenfels erinnerten sie noch einmal an den Pilzdruck im Frühjahr, die schwierige Blüte, Spätfrost, Hagel und die Probleme mit der Kirschessigfliege sowie mit dem Staren im Herbst.

Vor allem der Spätburgunder Rotwein und der Weißburgunder würden bereits 100 bzw. 97 Öchsle-Grade aufweisen. Dies bedeute, dass beide Sorten in Spätlesequalität ausgebaut werden können. Die Rosé-Weine sowie die Weißweinsorten würden hingegen in Kabinett-Qualität erwartet. Man könne daher davon ausgehen, dass die Steinackerweine in ähnlich hervorragender Qualität wie der Jahrgang 2015 auf den Markt kommen, wenn auch die Menge mit ungefähr 12 000 Liter geringer ausfalle als im Jahr zuvor.

10 420 Liter Wein im Ausschank
Insgesamt werden im kommenden Jahr rund 3500 Liter Spätburgunder Rotwein, 2200 Liter Johanniter, 2000 Liter Spätburgunder Rosé, 800 Liter Regent, 600 Liter Prior, 600 Liter Weißburgunder, 620 Liter Novus, 800 Liter Gutedel und 700 Liter Nobling in den Ausschank gelangen. Für den begehrten Hertener Winzersekt stehen etwa 500 Liter Nobling und 500 Liter Spätburgunder zur Verfügung. Der Sekt des Jahrgangs 2015 wird Ende November degoriert und wieder in der Vorweihnachtszeit zum Kauf angeboten.

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Die Winzer haben sich vorgenommen, den Spätburgunder-Rotwein auch als Barrique-Ausbau anzubieten. Bevorzugt würde ein Eichenfass, dass von einem heimischen Küfer aus einer Hertener Eiche geschaffen wird, kündigten Dietmar Leipert und Jürgen Reiske an.

Abstechen von der Grobhefe
Im Weinkeller des Hauses Rabenfels geht es zurzeit darum, die Weinsorten von der Grobhefe abzustechen, bis im Frühjahr des kommenden Jahres wird der Wein auf der Feinhefe reifen. Kurz vor der Filtrierung wird eine Eiweißschönung vorgenommen, um kurz vor der Filtrierung dem Wein die Trübung zu nehmen. Mehr verraten die Hertener Winzer nicht, denn die Finessen des Ausbaus bleiben ein kleines Geheimnis, um auch weiterhin bei internationalen Wettbewerben ganz vorne mit dabei sein zu können.

Regentpreis in Gold
Über eine weitere Bestätigung ihrer Arbeit freuen sich die Hertener Winzer. Sie wurden kürzlich für den Regent-Rotwein des Jahrgangs 2015 mit dem Regentpreis in Gold von der DLG Test Service (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) beim Internationalen Qualitätswettbewerb Regent-Forum ausgezeichnet. Damit attestierte die Jury dem Hertener Regent-Rotwein das Erfüllen der EU-weit anerkannten Qualitätskriterien. Mit dem Regentpreis in Gold erhalten die Weinfreunde eine exklusive Empfehlung für ein nachhaltiges rotes Geschmackserlebnis, teilten die Verantwortlichen des Regent-Forums im Rahmen der Auszeichnung für die Winzer der IG Weinbau mit.

Autor: Heinz Vollmar