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19. April 2011

BZ-Umfrage

Stimmen zur Ausstellung "Kunst kennt keine Barrieren"

BZ-UMFRAGE zur Ausstellung und dem Fotografieprojekt mit Rolf Frei im St. Josefshaus Herten "Kunst kennt keine Barrieren".

  1. Rouven Kellermann Foto: Nicole Mai

  2. Rolf Frei Foto: Nicole Mai

  3. Uschi Bauer Foto: Nicole Mai

  4. Bernhard Späth Foto: Nicole Mai

  5. Hannelore Nuß Foto: Nicole Mai

  6. Herbert Ketterer Foto: Nicole Mai

HERTEN. Die Begegnung zwischen Behinderten und "Normalen" bei "Kunst kennt keine Barrieren" (wir berichteten bereits) traf voll in die Herzen aller Anwesenden. Begeisterte Kommentare waren bei der Vernissage der Fotoausstellung zu vernehmen. BZ-Mitarbeiterin Nicole Mai hörte sich unter den Besuchern um.

Herbert Ketterer, Heimbewohner und Teilnehmer: Ich muss sagen, die Bilder, die wir gemacht haben, sind richtig schön geworden, und die Ausstellung gefällt mir auch sehr gut. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Arbeit hat nicht nur Spaß gemacht, ich konnte auch sehr viel lernen.

Martina Wiemers: Ich bin von der Ausstellung beeindruckt. Es gibt so viele unterschiedliche Aspekte von den Menschen, die überraschend sind. Besonders die Bilder von den Menschen in ihrem persönlichen Umfeld gefallen mir, sie sind sehr tiefgehend. Aber auch die Nahaufnahmen sind beeindruckend, wie sich die Menschen da inszenieren. Es ist vor allem ein interessantes Thema: das gleichwertige Nebeneinanderstellen von verschiedenen Menschen, unabhängig davon, ob sie nun behindert sind oder nicht.

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Michael Schmitt, Heimbewohner: Die Ausstellung gefällt mir sehr gut, und die Bilder sind sehr schön. Ich bin sogar auf manchen drauf! Also ich komme sicher noch öfter her, um sie mir anzuschauen.

Rolf Frei, Profifotograf: Ich bin mit der Ausstellung sehr zufrieden, ich bin extrem begeistert. Natürlich war alles ein langer Prozess, aber jetzt ist die Ausstellung etwas, das weit über die Ausstellung eines Amateurfotografen hinausgeht. Was auch von vielen bestätigt wird. Was mich heute freut, ist, dass sich die Leute hier vielmehr mit den Bildern befassen, das ist das Schönste: wenn Alle Interesse zeigen. Das hier hat ein hohes Niveau.

Daniel Segitz, Heimbewohner und Teilnehmer: Für mich war die Teilnahme am Projekt sehr wichtig, weil ich zeigen konnte, dass ich keine Angst habe, mich zu zeigen. Das ist einfach mein Ding. Ich wusste zwar nicht, was auf mich kommt, aber alles hat Spaß gemacht. Jetzt bin ich, mit dem Ergebnis auf den Wänden, sehr stolz, und wenn so ein Projekt nochmal gemacht werden sollte, melde ich mich auf jeden Fall wieder an.

Patrick Hauch, filmischer Dokumentator des Projekts: Ich bin überrascht, wie schön die Bilder geworden sind. Wir haben die Entstehung miterlebt, aber die Bilder an der Wand zu sehen, ist nochmal was anderes. Die Ausstellung ist sicherlich wichtig für das St. Josefshaus, einerseits, andererseits sind die Bilder mehr als nur schön geworden: Sie sind gut geworden (was ungleich schwerer ist).

Gerlinde Humm, Teilnehmerin: Vom Endergebnis unserer Arbeit bin ich begeistert, davon, was in der Summe herauskam. Ich bin total erfreut. Am meisten bewegte mich die Zusammenarbeit in der Gruppe, die immer gute Laune der Teilnehmer, und was ich noch zur Porträtfotografie lernen konnte.

Bernhard Späth, Direktor St. Josefshaus: Wir haben gute Fotos gemacht, wir haben uns fotografisch weiterentwickelt, und ich denke, wir haben deutlich gemacht, dass Inklusion - also das selbstverständliche Miteinander Leben - machbar ist. Inklusion klingt erstmals schwierig, aber wir sehen, es kann ganz leicht sein. Ästhetisch denke ich sind die Bilder auf einem hohen Niveau.

Rouven Kellermann, filmischer Dokumentator des Projekts: Auch mir gefällt die Ausstellung sehr gut. Wir wussten ja nicht, was auf uns zukommt. Und dafür, dass alles Hobbyfotografen sind, ist es eine sehr professionelle Ausstellung geworden. Vor allem das Thema der Ausstellung ist sehr wichtig: Aus zwei Welten eine zu machen. Deshalb haben wir das mit unserem Film zu unterstützen versucht.

Uschi Bauer, Besucherin: Ich fand die Ausstellung wunderschön. Das waren neue Einblicke in eine neue Welt für mich. Und ich muss ehrlich sagen: Ich habe mich heute komplett verliebt in diese Menschen. Die sind so echt, so direkt, die machen das Herz auf. Ich bin völlig begeistert. Ich konnte richtig eintauchen in diese Welt. Und ich denke, wir könnten von hier ganz viel in unsere Welt mitnehmen, diese Echtheit und Herzensqualität.



Hannelore Nuß, stellvertretende Oberbürgermeisterin: Ich bin wirklich beeindruckt. Die Bilder sind sehr gelungen, einige waren auch zum Schmunzeln. Aber ganz besonders schön fand ich, dass mich einige Behinderte heute am Arm nahmen, mich durch die Ausstellung führten und sagten: Da, das bin ich! Es kamen wirklich schöne Gespräche zustande. Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich mir unter dem Begriff Inklusion noch vor sechs Monaten nicht viel vorstellen konnte, aber das Thema, der Dialog zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, ist sehr wichtig. Ich persönlich kann für mich sehr viel von diesem Abend mitnehmen.

Holger Kreysing, Besucher: Ehrlich gesagt hatte ich Vorbehalte, herzukommen, wegen den Behinderten und so. Ich hatte schon ein paar Berührungsängste. Zum Glück hat mich meine Frau mitgeschleift! Die Ausstellung ist wundervoll, und vor allem mit den Behinderten hatte ich schon viele schöne Gespräche. Jetzt habe ich nicht nur ästhetisch, sondern vor allem menschlich viel gelernt.Meine Angst war völlig unbegründet!

Info: Die Ausstellung "Kunst ohne Barrieren" im St. Josefshaus ist zu sehen bis 31. Juli, Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 9 bis 15 Uhr
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Autor: nmai