Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Februar 2012

Innenstadt

STREIFLICHT: Vernichtendes Jugendurteil

Es gehört zum Privileg der Jugend, die Welt idealistisch zu sehen und sie deshalb auch verbessern zu wollen. Entsprechend unverkrampft gehen die Jugendlichen, die im Jugendparlament engagiert sind und andere, mit denen sie über soziale Netzwerke diskutieren mit dem Thema Innenstadt um. Da wird nichts weggeschminkt mit Marketingsprüchen, sondern frisch heraus gesagt, was nicht gefällt. Auf den ersten Blick fällt das Urteil recht vernichtend aus. Dennoch gibt es keinen Grund, darüber hinwegzugehen und müde zu lächeln, dass 18 Leute im Jupa sagen, dass sie Rheinfelden langweilig finden. Im Gegenteil: Alle, die sich mit der Innenstadt und ihrer Attraktivität beschäftigen, sollten hinsehen und zuhören was Jugendliche meinen. Denn sie bilden eine ernstzunehmende Zielgruppe. Zieht es Rheinfeldens Jugend nicht mehr in die Fußgängerzone und in die Geschäfte vor Ort, hat die Stadt ein Strukturproblem, das sie sich nicht leisten kann. Auch wenn es zunächst so aussieht, als ob die Jupa-Wunschliste unerfüllbar bleibt, lohnt es sich, sie daraufhin zu prüfen, ob das eine oder andere machbar ist. Das Jupa kritisiert im übrigen nicht nur, sondern reicht auch konstruktiv die Hand.

Werbung

Autor: Ingrid Böhm-Jacob