Tutti Kiesi hat neuen Leiter

Claudia Gempp

Von Claudia Gempp

Fr, 06. Oktober 2017

Rheinfelden

Alexander Keil setzt auf bewährte Strukturen und möchte Familien und Kindern Antworten bieten.

RHEINFELDEN. Der Kulturpark Tutti Kiesi hat einen neuen Leiter: Alexander Keil, der zuvor bereits seit 2005 bei der Dieter-Kaltenbach-Stiftung in Lörrach tätig war, hat die Stelle im August als Nachfolger von Frieder Kaltenbach angetreten. Mit der neuen, verantwortungsvollen Aufgabe fand der 35-jährige Familienvater, der in Herten wohnt, ein schon immer angestrebtes Betätigungsfeld: die bereichernde Arbeit mit Kindern und Familien.

Außerdem habe er sich für die Stelle entschieden, um "persönlich und beruflich einen weiteren Entwicklungsschritt zu machen". Sein Ziel ist es, am neuen Wirkungsort "die bewährten Strukturen in der gleichen Qualität weiter zu entwickeln", erklärt Keil. Das Kinderferienprogramm im Sommer, das er im Team mit Frieder Kaltenbach ausgearbeitet hat, sei für ihn eine erste "große und tolle Herausforderung" gewesen, die drei Wochen in täglicher Gesellschaft von über 100 Kindern hätten ihm viel Spaß gemacht.

Nach dem Zivildienst absolvierte Alexander Keil in Bad Säckingen die pädagogische Ausbildung "Jugend- und Heimerziehung im vollstationären Bereich". Er arbeitete für einige Zeit in einem Kinderheim, bis er auf die Dieter-Kaltenbach-Stiftung in Lörrach aufmerksam wurde, wo er 2005 in der offenen Jugendarbeit eine Anstellung fand. Berufsbegleitend ließ er sich zum Fachwirt im Sozialwesen ausbilden und wechselte dann intern in einen anderen Arbeitsbereich auf Leitungsebene mit Personalverantwortung.

Inhalte waren unter anderem die Leitung des Kinderferienprogramms der Dieter-Kaltenbach-Stiftung in Lörrach, Projekte für Schulklassen sowie der Fachbereich Volkshochschule im künstlerischen und gestalterischen Zweig – ähnliche Anforderungen erwarten ihn auch in Rheinfelden. Parallel machte Keil 2013 in Osnabrück eine Coaching-Ausbildung, die es ihm ermöglichte, als Führungskraft Mitarbeiter zu motivieren. Nicht zuletzt verweist er auf die Persönlichkeitsentwicklung als das Leitziel der Dieter-Kaltenbach Stiftung, denn "das ist auch mein pädagogischer Ansatz". Darüber hinaus soll der Kulturpark Tutti Kiesi weiterhin Raum bieten, "um sich in Kunst, Spiel oder Handwerk ausdrücken zu können und wo wir versuchen, Kindern und Familien in vielen Bereichen Antwort zu geben". Um adäquat reagieren zu können, will der neue Leiter ein dichtes Netzwerk knüpfen aus sozialen Institutionen, Schulen, Ämtern oder der Politik.

Ein großes Augenmerk liege etwa auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Chancengleichheit für Kinder aus prekären Verhältnissen. Es brauche jedoch Ressourcen um die pädagogischen Inhalte erfolgreich weiterführen zu können. "Diese hat die Stadt Rheinfelden im Kulturpark Tutti Kiesi geschaffen", freut sich der neue Leiter.