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15. September 2014

Unbeschwerte Stunden in der Natur

Freundeskreis Asyl besucht mit 100 Asylbewerbern das Wildgehege in Waldshut.

  1. Den Kindern gefiel besonders das ausgelassene Toben auf dem Spielplatz beim Wildgehege. Foto: Danielle Hirschberger

RHEINFELDEN. Alljährlich am letzten Samstag der Sommerferien lädt der Freundeskreis Asyl Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber nach Waldshut ins Wildgehege ein. Begleitet von Vater oder Mutter und Aktiven aus dem Freundeskreis können die Kinder einen Nachmittag lang die Natur im Südschwarzwald genießen. Gesponsert wurde dieser von der Firma Umicore.

Der Gelenkbus wurde proppenvoll: Kinder, Kinderwagen, Einkaufswagen, große Taschen, sperrige Regenschirme und aufgeregte Erwachsene drängten sich darin. Die Rheinfelder Tafel hatte Obst gespendet, das den Ausflüglern als Verpflegung diente. In den mitgeführten Taschen befanden sich zudem Picknicks, die im Freien, bei trockenem Wetter, genossen wurden. Sogar eine Bratpfanne mit Hühnchen war im Gepäck.

Im Wildgehege hatte Tierpfleger Hubert Rossa 50 Schachteln Pellets bereit gestellt, damit durften die Wildscheine und Hirsche gefüttert werden. Er beantwortete Fragen über die Tiere und deren Fütterung. Pellets würden jetzt gefüttert weil sie bekömmlicher seien als Mais, erklärte er. Und mehr als 50 Schachteln durfte die Gruppe nicht haben, "sonst werden die Schweine zu dick!"

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Jedes Kind erhielt im Bus während der Hinfahrt eine Münze, um sich am Kiosk ein Eis zu kaufen. Auf dem großen Spielplatz tobten sie sich richtig aus, jauchzten und jubelten. Kraftstrotzende junge Männer probierten unter Gejohle ihrer Kameraden einen Salto auf dem Trampolin oder eine Welle am Reck.

"Ich habe eine Eule gesehen, mit sooooo große Augen!" rief Mimosa begeistert den Begleitpersonen zu. " Die Natur ist wunderschön", seufzte eine junge Mutter aus Osteuropa, während ihre Töchter auf dem Trampolin hüpften. So konnte jeder der 100 Gäste seinen Neigungen frönen. Ohne Zwischenfall ging es zurück zur Schildgasse, dort fegten und säuberten die Gäste den Bus, bevor er zum Betriebshof fuhr.

Autor: Danielle Hirschberger