Verein Haus Salmegg ist angekommen

Elena Bischoff

Von Elena Bischoff

Fr, 11. Mai 2018

Rheinfelden

Vor knapp einem halben Jahr sind die Mitglieder vom Bahnhof an den Rhein gezogen / Sorge macht fehlender Nachwuchs.

RHEINFELDEN. Ende 2017 ist der Verein Haus Salmegg vom Bahnhof in sein neues Domizil, das Haus Salmegg, umgezogen. Nach fast einem halben Jahr haben sich die Mitglieder gut eingelebt. "Es herrscht eine wunderbare Arbeitsatmosphäre", so Wolfgang Bocks, Vorsitzender des Arbeitskreises Geschichte. Mit 167 Mitgliedern ist der Verein, der sich mit der Kunst und Geschichte der Stadt befasst, zwar gut aufgestellt, dennoch wünschen sich die Vorsitzenden Zuwachs. Gerade junge Bürger und Zugezogene zeigten wenig Interesse.

Aus diesem Grund möchte sich der Verein künftig auch damit beschäftigen, wie gerade diese Zielgruppen besser erreicht werden kann. Schließlich leiste er etwas ganz Besonderes, das erhalten werden müsse. "In anderen Städten muss die Aufarbeitung der Lokalgeschichte an Externe vergeben werden", so Bocks. Die Arbeit des Vereins aber zeichne sich gerade dadurch aus, dass seine Mitglieder eine hohe Verbundenheit mit Stadt und Region hätten. Wie genau neue Mitglieder erreicht werden können, ist aber noch nicht klar.

Etwas weniger Platz, aber bessere Lage

Zunächst aber freuten sich Bocks und der zweite Vereinsvorsitzende, Norbert Dietrich, am Montag bei einem Termin mit Verwaltung, Sparkasse und Presse, ihr neues Domizil zeigen zu können. Der Verein hat drei Räume im obersten Stock des Hauses Salmegg bezogen, die nach dem Umzug des Stadtmuseums frei geworden waren und von der Wohnbau renoviert wurden. Dort sind nun der Arbeitskreis Kunst und Geschichte, die Geschäftsstelle des Vereins und die Ausstellungsräume vereint.

Schon beim Betreten des Besprechungsraums fallen die vielen, gut gefüllten Bücherregale auf. Laut Bocks konnte darin aber gerade mal ein Drittel der Bücher untergebracht werden, die der Verein besitzt. Das sind 40 von insgesamt 120 Kisten. Im Haus Salmegg stehen die Bände und Geschichtshefte, die sich direkt mit der Stadt und der näheren Region befassen. Die anderen lagern im Schwimmbad. "Wir durften nur dort Bücherregale aufstellen, wo sich unter dem Boden eine Wand befindet", erklärte Bocks. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Decke einbricht. Das sei aber auch der einzige, kleine Nachteil am neuen Domizil.

Zwar hat der Arbeitskreis Geschichte dort auch weniger Platz als zuvor im Bahnhof, aber die Lage und die schöne Ausstattung machten das wett. Insgesamt sei das Haus Salmegg die "ideale Lösung", mit der der Verein auch endlich eine feste Anschrift und einen festen Anlaufort habe. In einem weiteren Raum mit zwei Schreibtischen und PCs wird die Verwaltungsarbeit erledigt. Zudem wurde ein Schrank eingebaut, in dem alle Aktenordner von 1990 bis heute Platz haben.

Schon lange wird der Verein in seiner kulturellen Arbeit von der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden unterstützt. Diese hat auch den Umzug und die Anschaffung neuer Möbel und Büromaterials finanziert, was auf eigene Kosten kaum möglich gewesen wäre. "Die Mitglieder des Vereins arbeiten zum größten Teil ehrenamtlich, dafür spenden wir sehr gerne", so Sparkassen-Geschäftsführer Rainer Liebenow.