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01. April 2014

Was Mütter sich wünschen

Familienzentrum eröffnet seine Ausstellung "Unser Raum – Bizim Yerimiz" im Rathaus.

  1. Bei der Ausstellungseröffnung im Familienzentrum: Frederik Laux (von links), Karin Paulsen-Zenke, Andrea Laux, Rolf Karrer, Lale Asasi, Stefanie Kapp und Michael Schumacher Foto: Danielle Hirschberger

RHEINFELDEN. Vor 20 Jahren wurde das Familienzentrum Rheinfelden gegründet, für die Verantwortlichen ein Grund zum Jubeln. Zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen wurde die zweisprachige Ausstellung "Unser Raum – Bizim Yerimiz" im Rathaus eröffnet. Sie zeigt 28 Porträts aus Mütterzentren in Stuttgart und in Gaziantep (Türkei).

Andrea Laux vom Eltern-Kind-Zentrum (EkiZ) Stuttgart hatte die Vision, Welten zu verknüpfen. Ein EU-Programm ermöglichte die Reise in die Türkei, um dort Mütterzentren aufzubauen. Ihr Sohn Frederik Laux fotografierte Frauen in ihrem Alltag im Mütterzentrum. Die Fotos entstanden in Gaziantep und in Stuttgart und zeigen Frauen in der Küche, auf dem Sofa sitzend, auf der Treppe... Manchmal ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen, wo die Bilder entstanden sind.

Stefanie Kapp vom EkiZ Stuttgart führte die Interviews und stellte den Frauen aus beiden Ländern die gleichen Fragen. Die Frauen haben ehrlich und offen geantwortet, sagte Laux. Dabei seien manche Situationen sehr emotional gewesen. Die Fragen lauteten: "Was ist dir wichtig für die Zukunft deiner Kinder? Was bedeutet das Mütterzentrum für dich? Was würdest du für dich und andere Frauen in Deutschland/Türkei gerne verändern? Was kannst du hierfür tun?"

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Lale Asasi begleitete die Gespräche als Übersetzerin. Die Fotos und Kernsätze aus den Interviews wurden auf Tafeln zu einer Ausstellung zusammengestellt und in beiden Sprachen beschriftet. Aussagen wie "Im Mütterzentrum habe ich lachen gelernt" (Aysegül Yazdan) und "Das Mütterzentrum ist ein Ort der Hilfe und des Austauschs" (Rabia Dilek) sind solche Zitate bei den großen Fotos.

Allianz Versicherungen förderte das Projekt ebenfalls und druckte die kompletten Interviews in einem Begleitheft zur Ausstellung. Diese kostenlose Broschüre kann mit nach Hause genommen werden, um die Texte in Ruhe zu lesen.

Die Ausstellung zeigt die Notwendigkeit von offenen Treffs, gelebte Integration, zeigt Räume, in denen sich Mütter wohl fühlen können und dürfen. Für Ilona Fritz-Schild, Geschäftsführerin des Familienzentrums Rheinfelden, "zeigt sie den Blick über den Tellerrand".

Die Besucher zur Ausstellungseröffnung waren von den entstandenen Porträts beeindruckt und verweilten lange bei den Fotos und in anregenden Gesprächen. Gregor Schmitz erfreute mit freien Interpretationen auf der Panflöte. Viele Frauen hatten leckeres Essen mitgebracht, dem nach dem offiziellen Teil zugesprochen wurde.

Ausstellung: "Unser Raum – Bizim Yerimiz" kann bis 17. April zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Autor: Danielle Hirschberger