Weihermatten auf Zielgerade

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Do, 13. September 2018

Rheinfelden

Planstraße nur 2,5 Meter breit.

RHEINFELDEN-MINSELN. Den Bebauungsplan Weihermatten tragen die Ortschaftsräte aller Fraktionen mit. Anlass zur Diskussion gibt nur die Straßenbreite der Planstraße. Ein Antrag auf Verbreiterung auf 3,5 Meter scheiterte.

Marion Wunderlich, Geschäftsführerin des Planungsbüros Klärle aus Weikersheim, stellte die Ergebnisse der erneuten Offenlage des Bebauungsplans im Ortschaftsrat vor. Es waren zwölf Stellungnahmen eingegangen, die zu keinen großen Änderungen führten, da den Anliegen schon Rechnung getragen war oder dies nicht über den Bebauungsplan zu regeln war. Zur Verlegung des Mühlenbachs waren Bedenken geäußert worden, die aber Wunderlich ausräumte. Sie erklärte, dass Tiere durch die Verlegung nicht beeinträchtigt würden und neue Lebensräume nördlich des Sägewerks entstünden.

Mehrere Stellungnahmen regten an, die Planstraße F durch das Gebiet auf 3,5 Meter zu verbreitern. Die Planstraße entspricht der neuen Führung der Weiherstraße. Ein Teilabschnitt der bisherigen Weiherstraße wird zum Fußweg umgewidmet. Die Straßenbreite soll aber auf 2,5 Meter festgesetzt werden, um die Straße als Abkürzung zwischen Karsau und Oberminseln unattraktiv zu machen. Wunderlich wies auch auf die Mehrkosten einer breiteren Straße hin. Eine breitere Straße als Einbahnstraße einzurichten, war beim Bürgerbeteiligungsprozess abgelehnt worden.

Die Ortschaftsräte Paul Renz (CDU) und Ewald Lützelschwab (Freie Wähler) kritisierten, dass das in einer breiteren Straße auch verkehrsrechtlich geregelt werden könnte. Sie verwiesen auf Feuerwehr, Mülllaster oder Möbelanlieferungen, die auch durch die Straße müssten. Renz führte an, dass mit einer Breite von 2,5 Metern die Situation auf Dauer unveränderlich festgelegt werde, die Straße in Zukunft aber auch als Umleitungsstraße gebraucht werden könnte. Renz stellte den Antrag die Straßenbreite auf 3,5 Meter festzulegen, was mehrheitlich abgelehnt wurde.Das Planungsverfahren lobten alle Fraktionen auch für die Bürgerbeteiligung, allerdings hatte sich der ganze Prozess dadurch in die Länge gezogen.