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27. August 2015

Wie Federn ins Glas kommen

Reinhard Börner zeigte Kindern im Ferienprogramm, wie Glaskugeln geblasen werden.

  1. Glasblasen für Kinder: Interessiert sehen die Kinder zu, wie die Feder in die Kugel geschoben wird und diese anschließend verschlossen wird. Foto: Gabriele Rasenberger

EICHSEL. Heiß her gegangen ist es in Eichsel bei Reinhard Börner, der für das Sommerferienprogramm Kinder in seiner Glasbläserwerkstatt empfing.

Während Börner das sonst zu Beginn der Ferien anbietet, war es diesmal in der Mitte der Ferien. Vielleicht kamen deshalb nur zwei Gruppen von Kindern zwischen vier und acht Jahren aus Eichsel, Adelhausen und Minseln. Sie hatten aber sichtlich Freude am Blasen des Glases.

Einige Kinder waren nicht zum ersten Mal da. So wussten manche von ihnen genau, was sie machen wollten und bekommen würden. Wie Jan: "Ich möchte eine Kugel mit einer Feder da drin." Andere Kinder beschränkten sich darauf, dass sie eine Kugel zum Aufhängen herstellen wollten. Die Jungen und Mädchen, die schon einmal da waren, durften beginnen. Ihnen brauchte nicht viel gesagt zu werden.

Wichtig ist es hierbei, richtig zu blasen. Es darf nicht zu schwach, aber auch nicht zu kräftig geblasen werden, damit die Kugel schön wird. Damit jedes Kind eine individuelle Kugel bekommt, kennzeichnete Börner die Kugeln mit blauen und weißen Punkten dem Alter des Kindes entsprechend. Außerdem durfte jedes Kind sich eine bunte Feder aussuchen, die nach dem Auskühlen in die Kugel gegeben wurde. Hier war es auch wieder Jan, der genau wusste, wie dies geht: " Es wird der Stil abgeschnitten, da kommt dann die Feder hinein und dann wird daraus ein Aufhänger."

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Genauso ist es: Das Glasrohr wird mit einem Glasschneider abgeschnitten, die Feder wird in die Kugel geschoben, möglichst weit nach unten, damit sie nicht verbrennt. Dann wird das Glas nochmals erhitzt.

Die Kinder schauten dabei interessiert zu. Ihnen machte es sichtlich Freude, sie möchten gerne wiederkommen, wenn das Glasblasen angeboten wird. Und jeder freute sich auf seine Kugel, auch die Jungen und Mädchen, die schon einmal eine angefertigt haben.

Autor: Gabriele Rasenberger