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11. November 2011

Windräder auf dem Dinkelberg sind nicht mehr tabu

OB Niethammer hält Standorte zwischen Adelhausen und Eichsel, Degerfelden und Herten für denkbar / Solaranlagen auf Deponien.

  1. Dieses Windkraftrad steht oberhalb von St. Peter. Foto: Manfred Lange

RHEINFELDEN (ibö). Der Energy Award steht 2012 ins Rathaus, freut sich Oberbürgermeister Eberhard Niethammer über die in Aussicht gestellte Auszeichnung. Mit ihr werden die Anstrengungen der Stadt in den vergangenen Jahren für einen bewussten Umgang mit dem Thema Energieeinsparung und Klimaschutz anerkannt. Nach dem aktuellen Stand haben die bisherigen Leistungen schon genügend Punkte erbracht, damit sich Rheinfelden als Energiestadt qualifiziert.

Dies allerdings reicht dem OB noch nicht. Deshalb nimmt er das Thema auch bei der Haushaltsplanung 2012 ins Visier, die er gestern Abend im Gemeinderat eingebracht hat (wir berichten noch). Er möchte im Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans für die Energieversorgung neue Zeichen setzen. Und dies nicht, weil Grünenfraktionschef Heiner Lohmann mit seiner Initiative eine Solarenergiestadt anstoße. Niethammer geht davon aus, dass es genügend Möglichkeiten auf der Gemarkung gibt zum Bau von Anlagen. Es lohne sich zwar nicht für die Stadt allein zu diesem Zweck Stadtwerke zu gründen, heißt es, wohl aber die Rahmenbedingungen zu schaffen. Je nach Standort kann die Stadt auch finanziellen Nutzen aus Anlagen für erneuerbare Energie ziehen. Dazu gehört der Ausbau der Solarbereiche. Hierfür möchte Niethammer planerisch die Voraussetzungen beschaffen. Als denkbare Standorte für Photovoltaikanlagen sieht er die Deponie in Herten und die Industriedeponie in Karsau. Auch für die Metzgergrube, die die Stadt für einen Zeitraum von etwa 40 Jahren von der Familie Schönith pachten möchte, kann sich der OB die Aufstellung von Anlage vorstellen.

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Darüber hinaus möchte der OB, dass auch die Windenergie ein Thema für Rheinfelden wird. Nachdem die Regionalpläne mit Vorrang und Ausschussgebieten geändert werden, bieten sich für die Stadt Chancen zumindest planerisch im FNP dafür Flächen zu reservieren, weil ansonsten Windkraftanlagen als privilegierte Projekte überall entstehen können. Niethammer kann sich als Standorte die Dinkelbergfläche zwischen Eichsel und Adelhausen vorstellen sowie den Landschaftsbereich Herten-Degerfelden beim Eigenturm, der die höchste Erhebung auf der Gemarkung ist. Die Zielrichtung des OB deckt sich mit dem aktuellen Appell von Landrat Walter Schneider an die Gemeinden, sich rasche Gedanken darüber zu machen, ob und wo sie Windenergie auf ihren Gemarkungen wollen. Der Kreis bietet seine Unterstützung für eine abgestimmte Planung an.

Autor: ibö