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21. Januar 2012
"Die Entscheidung liegt bei Ihnen"
Rund 400 Bürgerinnen und Bürger nehmen an der Informationsveranstaltung zum Thema Mehrgenerationenhaus teilt.
RHEINHAUSEN. Die Bürgerversammlung zum Mehrgenerationenhaus hat eine Reihe von Informationen gebracht. Mit dabei war auch die Absichtserklärung eines möglichen Betreibers für das geplante Pflegeheim. Rund 400 Bürger waren am Abend ins Bürgerhaus gekommen, für eine Informations- und eine anschließende Fragerunde.
Das Podium war dicht besetzt: Gemeinderat und Verwaltung waren vollzählig dabei. Neben Bürgermeister Jürgen Louis saßen Klaus Brodbeck, ehemaliger Landrat im Ortenaukreis und heute Kommunal- und Unternehmensberater, Architekt Wolfgang Frey und die Investoren Matthias Kappis und Karl-Rainer Kopf.Moderiert wurde die Veranstaltung von Sebastian Bargon. Der freie Hörfunkjournalist erläuterte zu Beginn die Spielregeln: Rederecht hatten nur Rheinhausener Bürger, wobei Fragen und keine Selbstdarstellungen gewünscht wurden.
Bürgermeister Jürgen Louis erläuterte die Ausgangslage. Angeregt von einem Bürgerwunsch wurde das Projekt Mehrgenerationenhaus mit einer Betreuung für Senioren und Kinder unter einem Dach angegangen. In einer 32-seitigen Broschüre hatte die Verwaltung alle Bürger der Gemeinde ausführlich informiert. Das Mehrgenerationenhaus ist in Form eines "T" geplant, mit Platz für einen neuen Kindergarten als Ersatz für den Kindergarten Oberhausen und zusätzlichen Plätzen für die U3-Betreuung. Das erste Obergeschoss ist der Seniorenbetreuung vorbehalten. "Alt und jung, das kann auch Rheinhausen funktionieren", sagte Bürgermeister Louis.
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Er nahm die Bürgerversammlung auch zum Anlass für Klarstellungen, als Antwort auf Diskussionen und Flugblätter im Ort. Wie er betonte, sei zu keiner Zeit daran gedacht worden, den Kindergarten Niederhausen einzubeziehen, auch gebe es keine Beschlüsse im Gemeinderat, zivilrechtlich gegen Bürger vorzugehen, die anderes behaupten. Mit dem Pfarrgemeinderat sei die Planung für das neue Haus am Anfang gemeinsam erfolgt. Erst in der Zielgeraden seien die Meinungen auseinandergefallen, sagte Louis.
Die Gemeinde werde jedoch auch dann, wenn es im Bürgerentscheid eine Zustimmung zum Mehrgenerationenhaus geben sollte, die Trägerschaft des Kindergartens der Kirche anbieten. Klaus Brodbeck sah im Mehrgenerationenhaus eine sehr sinnvolle Einrichtung und eine gesellschaftliche Stütze. "Das Ziel der Sozialpolitik heißt integrieren", sagte er zum Miteinander von jungen und alten Menschen.
Brodbeck präsentierte am Donnerstag auch den möglichen Betreiber. Der Saarländische Schwesternverband, der in Endingen das Pflegeheim Sankt Katharina betreibt, signalisierte sein Interesse. Dokumentiert ist das derzeit mit einer Absichtserklärung.
Wolfgang Frey, Architekt aus Bahlingen, stellte Beispiele ähnlicher Projekte aus Bahlingen und Eichstetten vor. Notwendig sei eine geschickte Steuerung, bei der sich Verständnis über die Generationen entwickelt zwischen Menschen, die sich sonst nicht treffen, fasste Frey aus seinen bisherigen Erfahrungen zusammen.
"Wir haben jetzt die Chance und einen Betreiber – das Fenster ist für Rheinhausen gerade ganz weit geöffnet", sagte Louis. Die Bürger rief er am Ende des Abends dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen. "Die Entscheidung liegt bei Ihnen."
Autor: Ilona Hüge



