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02. Juni 2010 16:13 Uhr

Festakt

Richtfest am Badeparadies Titisee: Das Glasdach sitzt

Richtfest am Badeparadies in Titisee: Zwei Schwerlastkräne haben das 170 Tonnen schwere Glasdach auf den Rohbau des Erlebnisbades im Hochschwarzwald gehoben. Für die beteiligten Gemeinden ist das ein denkwürdiger Schritt.

  1. 170 Tonnen am Haken Foto: Thomas Winckelmann

TITISEE-NEUSTADT. "Mit Freude und einer tiefen Verneigung vor der Region", so Bad-Investor Josef Wund, wurde am Mittwoch das Glasdach nach oben gehievt und Richtfest gefeiert. Mit der zentimetergenauen Arbeit der beiden Schwerlastkräne zu den Klängen der "Ode an die Freude", werde auch die beispielhafte politische Leistung der Region, zehn Gemeinden mit über 200 Gemeinderäten unter einen Hut gebracht zu haben gekrönt, meinte der Friedrichshafener Unternehmer.

Wund würdigte die Tatsache, dass der Hochschwarzwald "handelt statt zu jammern". Er erinnerte daran, dass von den ersten Überlegungen und Planungen bis zum Baubeginn viele "Steine und sogar Felsbrocken" aus dem Weg geräumt werden mussten und würdigte die Rolle des Hinterzartener Bürgermeisters Hans-Jörg Eckert als "Integrationsfigur". Auch Titisee-Neustadts Bürgermeister Armin Hinterseh habe sich trotz einer "Lawine von Problemen" mit Diplomatie um den Erfolg verdient gemacht. Die Stadt Titisee-Neustadt habe das Projekt "unglaublich mitgetragen". Ein Dank des Bad-Investors ging unter anderem an die zehn Verbandsgemeinden, an den Landkreis, die Banken und am Bau beteiligten Firmen. Wund erinnerte daran, dass die Aufträge für die 30 Millionen-Investition größtenteils an Unternehmen in der Region gegangen sind. Er lobte in diesem Zusammenhang die Leistungen der einheimischen Firmen. Wund: "Alles, was von hier kommt, funktioniert wirklich".

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"Die gesamte Wertschöpfung bleibt in der Region", freute sich auch Titisee-Neustadts Bürgermeister Armin Hinterseh und erklärte, dass sich mit dem Projekt viele Hoffnungen in der Region verbänden. Hier würden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, das Badeparadies motiviere auch die Hoteliers mit Zuversicht zu investieren. Hinterseh erinnerte an die langen Diskussionen um das Großprojekt, das 2003 nach Bürgerentscheiden in mehreren Gemeinden fast zu scheitern drohte. Angesichts der jetzt bestehenden "Jahrhundertbaustelle im Hochschwarzwald" bestätigte Titisee-Neustadts Rathauschef: "Wund hat Wort gehalten".

Bis zu 200 Arbeiter verrichten auf der Baustelle ihr Tagwerk

Hinterseh überreichte unter dem Applaus der zahlreichen geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Behörden an Josef Wund ein Luftbild des Titisees, eine Uhr mit dem Logo des Badeparadieses und eine Schokoladenkreation der Chokolaterie Lisa Hirt mit den Wappen der zehn Verbandsgemeinden.

Auf der Bad-Baustelle in Titisee arbeiten in Spitzenzeiten bis zu 200 Bauarbeiter, die gestrige Montage des gläsernen Panoramadaches in 18 Metern Höhe markiert die Halbzeit der seit Februar laufenden Bauarbeiten. Die transparente Dachkonstruktion über den Palmen, den Sprudelliegen und der Poolbar kann im Sommer geöffnet werden. Neben der sogenannten Vitaloase wird in rund vier Wochen der künftig schalldicht abgetrennte Spaßbereich des Bades aufgerichtet. Hierfür wird statt Stahl eine verglaste Holzkonstruktion verwendet. Unter anderem werden dort 16 Rutschen aufgestellt.

Mitte Dezember, gab sich Josef Wund am Mittwoch zuversichtlich, könne die Einweihung des Badeparadieses in Titisee gefeiert werden. Nach einem Umtrunk der geladenen Gäste auf dem Flachdach der künftigen Heizzentrale, feierten am Nachmittag die am Bau beteiligten Firmen mit ihren Mitarbeitern das Richtfest.

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Autor: Thomas Winckelmann