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29. Juni 2012

Richtfest im Rieselfeld

Der Rohbau der Sportanlage steht – bald folgt die Außenanlage.

  1. Nein, es ist kein Weihnachtsbaum. Die Zimmermänner tragen den geschmückten Baum beim Richtfest des Neubaus der Sportanlage im Rieselfeld als Glücksbringer hinauf auf das Flachdach. Foto: Ingo Schneider

RIESELFELD. Der Bau der neuen Sportanlage im Stadtteil Rieselfeld geht voran: Gestern wurde Richtfest gefeiert. Damit zukünftig auch nichts schief geht, stieß Zimmermann Michael Gampp beim Richtspruch mit einem Gläschen Alkohol auf diejenigen an, die den Bau ermöglicht haben – bevor er das Glas klirrend auf dem Gerüst zerschellen ließ. Und damit der Sportanlage das Glück auch ja hold bleibt, waren Baubürgermeister Martin Haag und Sportbürgermeister Otto Neideck angehalten, den Rest der Weinflasche beim anschließenden "Richtschmaus" zu leeren.

Das Grobgerüst steht, jetzt geht es an die Feinarbeiten. Im Rohbau des eingeschossigen Gebäudes ließ sich gestern schon erahnen, wie die Sportanlage später einmal genutzt werden soll. Es wird eine Gymnastikhalle geben und einen Bewegungsraum, hinzu kommen Umkleide- und Sanitärräume. Auch im Außenbereich haben Bagger in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet und das Areal eingeebnet.

9700 Quadratmeter groß ist der Freibereich, hier entstehen ein großes Kunstrasenfeld, eine Skateranlage für den Inlinesport (die im Winter zur Eisfläche werden kann), eine Sprintanlage mit vier Bahnen und Weitsprunggruben, ein kleines Spielfeld mit Kunststoffbelag für Ballspiele oder Gymnastik und eine Beachvolleyballanlage mit drei Sandfeldern, die auch für Beachsoccer genutzt werden kann. Daneben wird es auch noch einen offenen Bereich für Freizeit-Sportgruppen geben.

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Die Hauptanlage sollen vor allem die Schulen und der Rieselfelder Verein "Sport vor Ort" mit seinen 2000 Mitgliedern nutzen, außerdem sind auch Zeiten für den Verein "Freiburger Turnerschaft" vorgesehen, der im Rieselfeld ebenfalls viele Angebote hat. Damit die Sportler auch abends aktiv sein können, wird es für den Außenbereich eine Flutlichtanlage geben.

Anwohner haben Bedenken wegen dem Flutlicht

Für diese läge inzwischen auch die Baugenehmigung vor, sagte Baubürgermeister Martin Haag. Genau wie am Seepark im Stadtteil Betzenhausen, wo es große Diskussionen um eine neue Flutlichtanlage gibt (die BZ berichtete mehrfach), hatten auch die direkten Anwohner im Rieselfeld Bedenken wegen des starken Lichtstrahls.

Diese seien aber inzwischen ausgeräumt, erklärte Sportbürgermeister Otto Neideck auf Nachfrage der BZ. Zumal neue Flutlichtanlagen sowieso so konzipiert seien, dass sie nur die direkte Sportfläche anstrahlten. "Wir werden auf keinen Fall das ganze Rieselfeld beleuchten", sagte Neideck.

Bis die Sportanlage komplett fertig ist, wird es noch bis zum Jahresende dauern. Doch auch, wenn das nicht gerade die beste Jahreszeit für die Eröffnung sein wird: Die sportbegeisterte Rieselfelder Bevölkerung wartet schon sehnsüchtig auf die neue Anlage, die sich nördlich der Mundenhofer Straße gegenüber der Sepp-Glaser-Sporthalle befindet. Denn der Vorlauf war lang, die Diskussionen waren heftig. Es gab zähe Verhandlungen um das Grundstück – das eigentlich bereits zu Beginn der Planungen für das Rieselfeld als Sportflächen für den neuen Stadtteil vorgesehen war. Deshalb begannen die Bauarbeiten erst deutlich später als ursprünglich geplant.

3,6 Millionen Euro investiert die Stadt Freiburg insgesamt, 270 000 Euro der Summe schießt das Land zu. Das Gebäude allein kostet 1,6 Millionen Euro. Denn es ist laut Baubürgermeister Martin Haag "keine klassische billige Umkleidekabine", sondern "eine typische Freiburger Freizeitanlage": Die nicht nur funktional sei, sondern auch ökologische Standards erfülle. So wurde das Gebäude in Niedrigbauweise errichtet, außerdem bekommt es eine thermische Solaranlage und eine Gas-Brennwert-Therme. Das Flachdach soll begrünt werden – und ist statisch so ausgerichtet, dass es auch noch für weitere Solaranlagen genutzt werden könnte.

Autor: Jelka Louisa Beule


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