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14. September 2016

Drachen als Symbole für Freiheit

Flüchtlinge aus Afghanistan waren beim Familientag in Hütten.

  1. Flüchtlinge und Helfer des Vereins Refugees Integrated aus Bad Säckingen waren begeistert beim Familientag in Hütten mit dabei. Foto: Bernhard Egger

RICKENBACH-HÜTTEN. Das Familien-Drachenfest in Hütten lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher an. Unter den Besuchern am Samstag war auch eine Gruppe von 20 Flüchtlingen aus Afghanistan, die in Unterkünften in Bad Säckingen untergebracht sind.

Das Steigenlassen von Drachen ist in Afghanistan ein richtiger Volkssport, berichteten die Flüchtlinge. Unter den Taliban sei in Afghanistan das Drachensteigen verboten gewesen, für die Flüchtlinge sei es deshalb ein Zeichen der Freiheit. Ermöglicht wurde der Besuch des Festes durch die ehrenamtlichen Helfer des Vereins Refugees Integrated aus Bad Säckingen. Paul Smith, Arun Veer, Hussein Parsa und Werner Leirer begleiteten die Gruppe aus eigener Initiative als ehrenamtliche Helfer. Pauls Smith lernte zufällig auf einem Spaziergang Volker Przybilla kennen, als er gerade einen Drachen steigen ließ – Volker Przybilla ist der Hauptorganisator des Familien-Drachenfests.

Als er von dem bevorstehenden Familien-Drachenfest erzählte, war Paul Smith klar, dass dies ein idealer Ausflug für die afghanischen Flüchtlinge wäre. Mit Bambus und Plastik aus dem Baumarkt bastelten die Flüchtlinge Drachen, die sie am Fest steigen ließen. Unterstützt wurde die Aktion auch von Volker Przybilla, er schenkte einige zusätzliche Drachen. Die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald hat die Gesellschaft am Familien-Drachenfest zum Essen eingeladen.

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Hussein Parsa stammt selbst aus Afghanistan, er ist zwar erst seit rund einem halben Jahr in Deutschland, spricht aber bereits sehr gut Deutsch. Er hilft kräftig mit, um den neuen Flüchtlingen zu helfen und die Sprachbarriere zu überbrücken – so war auch die Kommunikation am Fest sehr einfach. Die Freude an der Veranstaltung war den Flüchtlingen richtiggehend ins Gesicht geschrieben, und sie konnten ihre Drachen trotz des schwachen Windes steigen lassen.

Autor: Bernhard Egger