Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

26. Mai 2015

Ein Meteorologe spielt maßgebliche Rolle

Schwierige Bedingungen beim Segelflugwettbewerb in Hütten.

  1. In der Luft: Sportleiter Alexander Wiestler mit Milan Wagner (beide von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald) Foto: Maximilian Conrad

RICKENBACH-HÜTTEN (BZ). Das Pfingstwochenende verbinden viele mit wechselhaftem Wetter – so gestaltete sich auch heuer der Start zum Internationalen Hotzenwaldwettbewerb für Streckensegelflug auf dem Segelfluggelände in Hütten interessant. Am Samstag wurde der Wettbewerb feierlich eröffnet. Namens des Bürgermeisters eröffnete Hubertus Matt den Segelflugwettbewerb. 14 doppelsitzige und elf einsitzige Segelflugzeuge und ihre Piloten warteten gespannt auf die Wetterinformationen und die zu fliegende Wettbewerbsaufgabe.

Als Meteorologe ist dieses Jahr Maximilian Conrad in die Wettbewerbsleitung eingestiegen. Er ist selbst Segelflieger und ein sogenannter Sturmjäger, die sich zur Aufgabe gemacht haben Unwetter auszumachen, zu beobachten, zu verfolgen und sie mittels Fotos und Film zu dokumentieren. Unter anderem gelang ihm Mitte Mai ein Foto des Tornados über Bonndorf. Gleich zu Beginn des Wettbewerbs am Samstag stellte ihn die schwierige Wetterlage vor eine neue Herausforderung.

Marcus Neubronner als Wettbewerbsleiter und Alexander Wiestler (beide Segelfluggruppe Wehr) als Sportleiter stellten eine sogenannte Assigned Area Task. Dabei werden für die Piloten Abflugpunkte, Ziellinie und verschiedene Wendekreise festgelegt. Die Wendekreise sind dabei genügend groß, damit die Piloten spontan auf die Wetterentwicklung reagieren konnten.

Werbung


Mit drei Schleppflugzeugen wurden die Teilnehmer in weniger als einer Stunde in die Luft gebracht. Die Jugendgruppe der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald half kräftig mit. Nach zwei bis drei Stunden beendeten alle Pilotinnen und Piloten die Aufgabe erfolgreich. Sie führte in Richtung Norden, den Schwarzwald hoch bis in den Bereich von Freudenstadt.

Vater-Sohn-Team Misun siegt in der Doppelsitzerklasse

In der Doppelsitzerklasse sicherte sich das bereits in den vergangenen Jahren erfolgreiche Vater-Sohn-Team Patrick und Jaroslav Misun aus Dittingen/Schweiz mit einem Schnitt von 100 Kilometern pro Stunde den ersten Platz. In der Einsitzerklasse erreichte Martin Sautter (SFC Ulm) eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 110 Kilometern pro Stunde und sicherte sich damit den Tagessieg.

Am Pfingstsonntag war die Wetterlage etwas schwieriger als am Vortag. Ein kleines Fluggebiet zwischen Ostschwarzwald und Donautal versprach eine mögliche Tagesaufgabe. Allerdings war, wie von Conrad erwartet, mit Ausbreitungen zu rechnen, die die Sonneneinstrahlung und somit die Thermikentwicklung unterbinden würden. Viele Flugzeuge mussten auf benachbarten Segelflugplätzen landen. Nur vier Pilotenteams umrundeten die Wendepunkte: Rudolf Schmillen (SFG Markdorf) und Martin Sautter (SFC Ulm) in der Einsitzerklasse, in der Doppelsitzerklasse Steffen Weniger (SG Wiesental) und Anna Klauser (HAC Boberg) sowie Patrick und Jaroslav Misun (SG Dittingen/Schweiz). Für eine gültige Wertung müssen 25 Prozent der gestarteten Piloten eine Mindestflugdistanz von 100 Kilometern zurücklegen. Dies war am Sonntag in keiner der beiden Klassen der Fall.

Am Pfingstmontag meinte es das Wetter nicht besser mit den Segelfliegern, der Wertungstag wurde neutralisiert. Ob am Dienstag geflogen werden kann, blieb unklar, ab Mittwoch soll es aber sehr gute Thermik überm Wettbewerbsgebiet geben. Der Wettbewerb dauert noch bis am Samstag an, es wird also noch spannende Wertungstage für die Piloten geben.

Aktuelle Informationen im Internet unter wettbewerb.lg-hotzenwald.de

Autor: bz