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16. Juni 2014

Fürs Segeln gute Luft

Sieben Wertungsflüge für die Doppelsitzer, sechs für die Einsitzer von Hütten aus.

  1. Strahlende Sieger des Segelflugstreckenwettbewerbs in Hütten (von links): Thorsten Bosch (15-Meter-Klasse), Alexander Wiestler (18-Meter-Klasse), Andreas und Lukas Jasbinschek (Doppelsitzer). Foto: Christiane Sahli

RICKENBACH-HÜTTEN. Eine "Super-Segelwoche" liegt hinter den 31 Piloten, die beim 51. Hotzenwaldwettbewerb für Streckensegelflug auf dem Flugplatz in Hütten an den Start gegangen waren. Da das Wetter mitspielte, konnten die Doppelsitzer sieben, die Einsitzer sechs Wertungsflüge absolvieren. Am Samstag wurden im Rahmen des Abschlussfestes Sieger und Platzierte geehrt.

Als sehr erfolgreiche, unfallfreie Woche, gekennzeichnet durch kameradschaftliches und diszipliniertes Verhalten sowie gute Stimmung auf dem Flugplatz beschrieb Hubert Matt, der Präsident der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, den Wettbewerb. Sein Dank galt den Wettbewerbsleitern Markus Neubronner und Frieder Göltenbott: "Besser hätte man es nicht machen können", so Matts Fazit.

Nachdem im vergangenen Jahr nur ein Wertungsflug stattfinden konnte, galt es in diesem Jahr für die Einsitzer sechs und für die Doppelsitzer sieben Flüge zu absolvieren. Alle Wertungsflüge fanden aufgrund der guten Luftmassen über dem Schwarzwald (Freudenstadt, Bad Wildbad, Schramberg, Löffingen, Titisee-Neustadt), und der Schwäbischen Alb (Gammartingen, Münsingen) statt. Über dem Jura, der ebenfalls zum Wertungsgebiet gehört, wurde diesmal nicht geflogen.

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An den ersten Wertungstagen standen sogenannte Racing-Task Aufgaben an, bei denen Wendepunkte in einem Umkreis von 500 Metern passiert werden müssen (wir berichteten). Am Montag konnten nur die Doppelsitzer starten, für die Einsitzer wurde neutralisiert.

Für die Letztplatzierten gab es eine rote Laterne

Im Verlauf der Woche änderte sich das Wetter, es zogen Gewitter auf und es kam immer wieder zu Schauern. Die Wettbewerbsleitung entschied sich daher für sogenannte Area-Assigned-Task-Aufgaben (Flächenaufgaben), bei denen ein Wendepunkt mit großem Wendekreis vorgegeben ist. Die Piloten entscheiden je nach Wetter oder taktischen Erwägungen selbst über ihre Flugroute. Wegen nur geringer Thermik musste der letzte Wertungsflug am Samstag abgesagt werden. Es habe in diesem Jahr eine hohe Quote von Rückkehrern gegeben, sagte Marcus Neubronner, es gab aber auch Außenlandungen, einige Piloten konnten nur mit Motorkraft nach Hütten zurückkehren.

Beim Abschlussfest ehrten Monika Lang-Dahlke, die Präsidentin des Luftsportverbandes Baden, und Marcus Neubronner Sieger und Platzierte. In der 18-Meter-Klasse (Einsitzer) siegte Alexander Wiestler von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald vor Martin Sautter (Ulm) und Rudolf Schmillen (Markdorf). Die 15-Meter-Klasse der Einsitzer entschied Thorsten Bosch (Markdorf) für sich, ein Nachwuchspilot, der erst zum zweiten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen hatte. Auf die Plätze kamen Wolfgang Fischer (Backnang) und Pascal Kaiser (LSG Hotzenwald). Die Doppelsitzerklasse entschied das Vater-Sohn-Gespann Andreas und Lucas Jasbinschek aus Ulm für sich, den zweiten Platz belegten die Brüder Bernhard, Hubert und Martin Matt (LSG Hotzenwald), die mit 142 Stundenkilometern den schnellsten Schnitt des Wettbewerbs erreicht hatten, Dritte wurden Harry Adam und Wolfgang Lange (LSG Hotzenwald). Für die Letztplazierten hatten sich die Verantwortlichen etwas Besonders ausgedacht: Sie erhielten eine rote Laterne und einen Gutschein über die Startgebühr für den Wettbewerb im kommenden Jahr.

Autor: Christiane Sahli