"Ich hatte mein eigenes Leben in der Hand"

fau

Von fau

Di, 13. August 2013

Rickenbach

Flugschüler erzählen der Badischen Zeitung von ihren Erlebnissen und der Faszination des Segelfliegens.

Segelfliegen ist ein sehr zeitintensives und außergewöhnliches Hobby. Was reizt junge Leute daran? Drei Flugschüler sprechen über ihre Erlebnisse und Begeisterung rund um das Segelfliegen.

"Es ist das Gefühl von Freiheit", was den 16-jährigen Flugschüler David Blanke aus Schopfheim am Segelfliegen begeistert. Trotz des Zeitaufwands habe man in der Regel noch genügend Zeit für andere Dinge. "Meine Freunde reservieren sich jetzt schon einen Platz, damit ich sie mitnehmen kann, sobald ich den Schein hab." David begann mit 14 Jahren das Fliegen. Zwar sei der rasante Start aufregend gewesen, aber in der Luft angekommen, sei es auf einmal ganz ruhig gewesen. Fliegen sei zwar ein Kindheitstraum, aber ob es auch mal beruflich in diese Richtung gehen soll, lässt der 16-Jährige noch offen.

"Ich hatte mein eigenes Leben in der Hand", schilderte der 17-jährige Muharrem Sahiner aus Schopfheim seinen ersten Alleinflug. Aber auch bei ihm verflog die Aufregung und machte Platz für die Begeisterung des lautlosen Gleitens. Sein erster Flug war im Juni vergangenen Jahres. Zur üblichen Aufregung und Nervosität kamen damals noch Turbulenzen hinzu. "Ich vergesse nie dieses Gefühl, das erste Mal ein Flugzeug gesteuert zu haben. Nach der Landung fing ich an zu grinsen – das hielt noch zwei bis drei Tage." Muharrem willVerkehrspilot werden.

Cedrik Kübeck hatte schon immer ein Faible für die Fliegerei. Der 19-jährige Bad Säckinger hatte im Sommer 2010 seinen ersten Flug und absolvierte noch im selben Jahr 60 Starts. Highlight war das Fluglager in Albstadt. Er flog bisher 35 Stunden ohne Fluglehrer in Hütten und 40 in Albstadt. Inzwischen steht er kurz vor der Luftfahrerprüfung. Nebenbei bleibt Zeit für die Narrenzunft oder das Downhillbiken. "Durch das Fliegen sehe ich meine Heimat mit anderen Augen."