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20. Juni 2011

Spaß trotz miesen Wetters

Luftsportgemeinschaft Hotzenwald hat eine gute, aber nervenaufreibende Flugwoche hinter sich.

  1. Wettbewerbsleiter Frieder Göltenbott (links) und die Präsidentin des Luftsportverbandes Baden, Monika Lang-Dahlke, beglückwünschten die jeweils Erst- bis Drittplatzierten (von links) Alexander Meyer, Bernhard Egger, Amfred Hahn, Yanik Richter, Pascal Kaiser, Marcus Neubronner, Rudolf Schmillen, Simon Lorenz und Wolfgang Lange Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

  2. Geflogen werden konnte nur wenig (hier Yanik Richter und Pascal Kaiser). Foto: BZ

RICKENBACH-HÜTTEN. Eine letztlich nicht zuletzt dank der Umsicht und der Fairness aller Teilnehmer gute, wenn auch nervenaufreibende Flugwoche konstatierte Wettbewerbsleiter Frieder Göltenbott bei der Siegerehrung am Samstagabend.

Der jungen Wettbewerbsleitung der Luftsportgruppe Hotzenwald attestierten die Pilotensprecher ihrerseits einen hervorragenden Einstand, für den sie sich unter heftigem Beifall aller Teilnehmer mit einer Urkunde samt jeweils passendem Motto bedankten. Flugleiter Detlef Barth betonte zudem den nimmermüden Einsatz der Jugendgruppe, ohne deren Hilfe der Wettbewerb so nicht durchführbar gewesen wäre.

Aufgrund der Witterungsbedingungen ist es nicht gelungen, den 48. Hotzenwald Segelflugwettbewerb als Qualifizierungsveranstaltung durchzuführen, da mit nur drei Flügen bei den Einsitzern und zwei Flügen bei den Doppelsitzern nicht genügend Wertungsflüge absolviert werden konnten. Samstag, Montag und Dienstag wurde der Wettbewerb neutralisiert. Am Sonntag konnte eine mit 405 Kilometern nicht gerade kurze Strecke ausgeschrieben werden, die von den meisten Piloten mit Geschwindigkeitsschnitten bis zu 105 Stundenkilometern gemeistert wurde. Am Mittwoch wurde der zweite Wertungstag bestritten, wobei die eher ruppige Thermik zu zehn Außenlandungen führte. Am Donnerstag wurde trotz Wärme und Sonnenscheins wegen starker Gewitterneigung und kaum nutzbarer Thermik vorzeitig neutralisiert, am Freitag gab es nur in der Einsitzerklasse eine Wertung, da bei den Doppelsitzern die Mindestanzahl von drei Teilnehmern mit Flügen über 100 Kilometer verfehlt wurde.

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Am Samstag regnete es schon morgens, weshalb sich alle auf die abendliche Abschlussfeier mit der Siegerehrung für die gewerteten Flüge konzentrieren konnten, und das Blitzlichtgewitter beim Aufruf jeder Platzierung demonstrierte, dass die Teilnehmer auch die Ergebnisse der wenigen Flüge begeistert feierten.

Sportleiter Marcus Neubronner verlas die Top Ten bei den Doppelsitzern und beglückwünschte zusammen mit der Präsidentin des Luftsportverbandes Baden, Monika Lang-Dahlke, die drei erstplatzierten Teams, die alle drei der LG Hotzenwald angehören. Auf Platz eins flog das Team Simon Lorenz und Wolfgang Lange aus Maulburg, Platz zwei ergatterten sich mit nur sechs Punkten Differenz Alexander Meyer und Bernhard Egger aus Wehr und auf Platz drei flogen Yanik Richter und Pascal Kaiser von der Gruppe Dreiländereck. Das Frauenteam des LG Hotzenwald kam auf Platz neun. Bei den Einsitzern siegte zum fünften Mal in Folge Marcus Neubronner von der Gruppe Wehr. Zweiter wurde der Schweizer Manfred Hahn, Dritter Rudolf Schmillen von der SFG Markdorf.

Zum Abschluss gab es noch etliche humoristische Anmerkungen. So erhielt Marcus Neubronner aufgrund seines Hanges zum Grenzübertritt ein Käsefondue überreicht. Meteorologe Manfred Reiber wurde wegen seiner ausgedehnten Vorlesungen unter dem Motto "carpe diem – nutze den Tag, denn nein Wetterfenster ist immer offen" zum Professor h.c. ernannt, und für die perfekte Handhabung der im Vorfeld kontrovers diskutierten neuen Schleppmaschine gab es einen Auszug aus dem einzig greifbaren Flughandbuch – in finnischer Sprache.

Autor: Karin Steinebrunner