Wetter ließ nur einen Wertungstag zu

fau

Von fau

Mo, 27. Mai 2013

Rickenbach

Die Sieger des 50. internationalen Hotzenwaldwettbewerbs waren die des Eröffnungstages.

RICKENBACH-HÜTTEN (fau). Nach nur einem Wertungstag endete am Freitagabend der 50. internationale Hotzenwaldwettbewerb der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald (LGH). Aus den Tagessiegern vom Eröffnungstag am vergangenen Samstag wurden Wettbewerbssieger. Das Wetter ließ nicht mehr Flugtage zu. Einziger Trost: Vor genau 30 Jahren waren es noch weniger, nämlich null Wertungstage. Der guten Stimmung tat dies aber kein Abbruch, wie die ausgelassene Siegerehrung zeigte.

Um die Flugleistungen der unterschiedlichsten Flugzeuge auszugleichen, wurde in drei Klassen geflogen. Bei der 18-Meter Klasse handelt es sich dabei um die schnellste und deshalb wurde für diese Rennklasse eine Aufgabe über 198,9 bis 327,7 Kilometer ausgeschrieben. Die Doppelsitzer und 15-Meter Klasse flog etwas kürzer: 183 bis 299,8 Kilometer. Die 15-Meter Klasse durfte zuerst starten und konnte so von etwas besseren Wetterbedingungen profitieren. Der schnellste Schnitt von Ewald Bombelka aus Klippeneck auf der Schwäbischen Alb mit 95 Stundenkilometer wurde dann auch in dieser und nicht in der Rennklasse geflogen. Bombelka erreichte damit den ersten Platzvor Jarosvlav Minsun aus Dittingen/Schweiz und Harry Adam von der Segelfluggruppe Schopfheim der LGH. In der Doppelsitzerklasse teilen sich Ramona Riesterer mit Wolfgang Lange von der Segelfluggruppe Maulburg der LGH und Helge Loschan mit Manfred Kleis aus Reiselfingen den ersten Platz. In der 18-Meter Klasse gewann Martin Sautter vom SFC Ulm deutlich vor Thomas Brosi aus der Segelfluggruppe Maulburg der LGH und Stefan Karg aus Reiselfingen.

Da man den Rest der Zeit nicht in die Luft gehen konnte, gab es eben Programm auf dem Boden. Es ging am Donnerstag zur Besichtigung der Badischen Staatsbrauerei Rothaus. Auf dem Weg dorthin zeigte die LGH ihre verschiedenen Außenlandewiesen. "Eine Flugmeteorologie ohne Manfred Reiber ist möglich, aber sinnlos". Dieser kündigte an, nach neun Jahren möglicherweise nicht mehr die Wettervorhersagen in die Hand nehmen zu wollen. Ob der promovierte Diplommeteorologe dies auch tun wird, ist aber noch nicht sicher. Die Segelflieger schätzen seine Wetterberatung sehr und würden sich über eine Fortsetzung freuen. Die LGH überreichte ihm als Dank und Anerkennung für seine Arbeit die Steinpyramide, welche sonst nur den Erstplatzierten für ihre sportlichen Leistungen vorbehalten ist.
Monika Lang-Dahle, Präsidentin des Luftsportverbandes Baden überreichte und sponserte die Preise. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte die Ehrenmusik des Musikvereins Rickenbach.