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11. Januar 2012 15:34 Uhr

Jubiläum im Zeichen der neuen Museums-Abteilung

25 Jahre Geschichtsverein Riegel

Das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Geschichtsvereins Riegel stand ganz im Zeichen der neuen "Abteilung 2" des Archäologischen Museums, nämlich der Präsentation von Luft- und Raumfahrttechnik.

  1. Die drei Väter der Raketen neben den Römern, von links: Peter Ziegler, Wolfgang Trost und Rüdiger Dollhopf Foto: Michael Haberer

RIEGEL. Mitten im Trubel um das neue Bürgerhaus hat der Geschichtsverein am Samstag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Der Vorsitzende Peter Ziegler hatte aus diesem Anlass neben den Vereinsmitgliedern eine ganze Reihe von Experten aus Geschichte, Archäologie und Technik eingeladen, die irgendwie am Archäologischen Museum beteiligt waren. Dabei traten etwas die Ideengeber der ersten Stunde, nämlich die Archäologen, in den Hintergrund. Das Jubiläum stand ganz im Zeichen der neuen "Abteilung 2" des Museums, nämlich der Präsentation von Luft- und Raumfahrttechnik.

Mit den Präsenten der geladenen Gäste kamen gleich eine Reihe weiterer Ausstellungsstücke nach Riegel: Insbesondere die Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen hatten eine Reihe von Triebwerkteilen mitgebracht. Ziegler meinte schon scherzhaft, über kurz oder lang werde das Museum in Riegel eine Außenstelle des DLR. Zu den Gästen gehörten auch der Physiker Wolfgang Trost und Rüdiger Dollhopf, die eine entscheidende Rolle in der Konzeption der Abteilung für Luft- und Raumfahrt spielten. Trost hat die Geschichte der deutschen Raketenforscher recherchiert, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Raum Emmendingen, also auch in Riegel, untergebracht waren. Dollhopf hält als Nachfahre der Ingenieure, die dann in Frankreich eine neue Forschungsheimat fanden, die Erinnerung an die Triebwerksbauer wach und hat wesentlich am Aufbau der neuen Abteilung mitgewirkt.

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Zu einem Geschichtsverein mit einem modernen Museum gehört auch eine Internetseite. Ziegler kündigte an, dass eine solche so schnell wie möglich eingerichtet werde. Der Vorsitzende vergaß trotz der vielen Worte zur Technik die Archäologen nicht. Zum Erfolg des Geschichtsvereins in römischer Geschichte habe wesentlich beigetragen, dass man mit Mechthild Michels und Christian Dreier Archäologen an der Seite hatte. Diese Rolle hat nun die Archäologin Saskia Hunsicker übernommen. Sie hatte für den Umzug des Museums einen Werkvertrag von der Gemeinde und arbeitet nun ehrenamtlich mit. "Sie ist ein Glücksgriff und eine würdige Nachfolgerin von Mechthild Michels", erklärte Ziegler.

Bürgermeister Markus Jablonski meinte in seinen Grußworten, eine solch hochkarätige Zusammenkunft von Experten verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen habe Riegel seit Jahrzehnten nicht erlebt. Jablonski hob hervor, dass sich Riegel ein Museum dieser Qualität nur leisten könne, weil der Geschichtsverein mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern und seinem Netzwerk an Experten das Ganze organisiere und mitfinanziere. Von der neuen Abteilung erhofft sich Jablonski, dass sie ihren Teil dazu beiträgt, bei den jungen Menschen die Begeisterung für die Technik zu wecken. So soll Riegel, das bisher ein Magnet für Archäologen und Historiker und in diesen Bereichen interessierten Menschen sei, nun auch ein Anziehungspunkt für Technikinteressierte werden.

Die stellvertretende Vorsitzende Inge Maier gehört zu den Mitgliedern des Geschichtsvereins, ohne die nichts laufen würde. Für ihr großes Engagement wurde sie im Rahmen des Jubiläumsfestes zum Ehrenmitglied ernannt.

Autor: Michael Haberer