Terrorabwehr

Betonsperren sichern Zufahrtsstraßen zum Breisacher Weinfest ab

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Mi, 29. August 2018 um 18:00 Uhr

Breisach

Auf den Zufahrtsstraßen zum Breisacher Weinfest werden auch dieses Jahr wieder Betonsperren aufgestellt. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung sollen jedoch nicht vorliegen.

Nachdem sich Anschläge auf größere Veranstaltungen in Deutschland gehäuft hatten, stellte das Breisacher Polizeirevier in Zusammenarbeit mit dem Breisacher Bauhof im vergangenen Jahr erstmals Betonsperren in der Hafenstraße, am Schwanenweiher und in der Josef-Bueb-Straße auf. Dabei handelte es sich laut Amann um "allgemeine Vorsichtsmaßnahmen, wie bei fast allen größeren Veranstaltungen landesweit".



Gegenüber 2017 würden die Absperrungen in diesem Jahr nicht ausgeweitet, dafür gebe es keinen Grund. Es sei jedoch wichtig, auf mögliche Ereignisse vorbereitet zu sein. Jährlich werde das Sicherheitskonzept für das Weinfest zusammen mit den Veranstaltern aktualisiert.

Dabei ist es laut Raimund Amann, Leiter des Bezirksdienstes des Breisacher Polizeireviers, auch wichtig, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die Anweisungen von Polizei und Feuerwehr halten, besonders was das Parken angeht. Gesperrt werde in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen die Kaimauerstraße am Hafen. In der Hafenstraße sollten die Autos während des Weinfestes auf dem Radweg parken, damit die Straße für die Busse frei bleibe. In der Rheinuferstraße werde es ein Halteverbot geben.

Amann empfiehlt allen Autofahrern, aufgrund der Bauarbeiten am Breisacher Marktplatz auf keinen Fall durch die Innenstadt zum Weinfest zu fahren, sondern den großen Parkplatz beim Badischen Winzerkeller und den Shuttlebus von dort zum Weinfest zu nutzen. Vor allem müssten die Rettungswege freigehalten werden.

Buszubringerdienst nutzen

Zudem weist die Polizei darauf hin, dass es beim Bereichsweinfest für Kaiserstuhl und Tuniberg verstärkt Alkoholkontrollen geben wird. Fahrgemeinschaften seien ein geeignetes Mittel, die Heimfahrt sicherer zu gestalten. "Wenn von Anfang an klar ist, wer nüchtern bleibt und fährt, lassen sich die frohen Stunden viel besser genießen und enden am Schluss nicht im Debakel", betont die Polizei. Am besten wäre es jedoch, erst gar nicht das Auto zu benutzen, sondern das Angebot des gut organisierten Buszubringerdienstes anzunehmen. Dass zudem an Minderjährige kein Alkohol ausgeschenkt wird, sei selbstverständlich.

Im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Alkohol arbeiteten die Stadt Breisach und Sozialarbeiter mit den Jugendsachbearbeitern der Polizei zusammen. Mit der Kampagne "Kein Alkohol für unsere Kinder" seien die Mitarbeiter des Weinfestes für die Problematik des Alkoholmissbrauchs sensibilisiert worden.

Sie würden im Zweifelsfall nur bei Vorlage des Ausweises Alkohol ausschenken. Zivilstreifen, die sich in den vergangenen Jahren bewährt hätten, würden Kontrollgänge absolvieren.

Ein weiterer Appell an die Besucher bezieht sich auf den sorgsamen Umgang mit Eigentum. Wertsachen sollten weder im Fahrzeug zurück-, noch während des Aufenthaltes beim Fest ohne Aufsicht gelassen werden, um keine Diebe – auch Taschendiebe – anzulocken. Auf dem Weinfestgelände selbst würden sowohl uniformierte als auch zivile Polizeistreifen für Sicherheit und Ordnung sorgen.
Info

Das Weindorf ist am Freitag ab 18 Uhr, am Samstag ab 14 Uhr, am Sonntag ab 12 Uhr und am Montag ab 14 Uhr geöffnet. Auskünfte zu den Busfahrplänen gibt es unter http://www.weinfest-breisach.de sowie unter Telefon 01805/779966.