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12. Dezember 2015

Die Vielfalt der Kunst

Ausstellung mit Malerei, Skulptur, Porzellan-Arbeiten, Miniaturmalerei, Kalligraphie und Schmuck.

  1. Weihnachtliche Kunst präsentieren Gilia Auth, Cordula Böhle sowie Michelle und Norman Hothum (von links) im Atelier „Kunstwelten im Engel“ in Riegel. Foto: Christiane Franz

RIEGEL. "Zu Weihnachten" heißt die Ausstellung, die momentan im Atelier "Kunstwelten im Engel" zu sehen ist. Sechs Künstler präsentieren Werke, die eine besondere Verbindung zur Weihnachtszeit herstellen und je nach Art des Kunstwerks verschiedenen Aspekte beleuchten. Malerei, Skulptur, Porzellan-Arbeiten, Miniaturmalerei, Kalligraphie und Schmuck aus Textilien bieten eine breitgefächerte Palette künstlerischen Arbeitens. "Neben dem Konsum den richtigen Sinn dieser Zeit nahezubringen, das ist unser Ziel", fasst Michelle Hothum das Anliegen der Künstler zusammen.

So stellt Cordula Böhle Bilder aus, deren goldene Elemente in ansonsten meist dunkel gehaltenen Tönen den Blick des Betrachters besonders auf sich ziehen. "Ich wählte meine Werke unter dem Gesichtspunkt des Wärmeausstrahlens und Lichtseins aus. Die goldenen Elemente scheinen durch", beschreibt Böhle.

Einen Kontrast dazu bilden die Arbeiten von Maria Pohlkemper in außergewöhnlichem Weiß. Die Baukeramikerin aus Billerbeck stellt das Material selbst her und schafft interessante Objekte aus feinem Porzellan, die auch als Vasen oder Beleuchtungskörper dienen können. "Ziel meiner Arbeiten ist es, Gebrauchsgegenstände als Unikate handwerklich und künstlerisch anspruchsvoll zu gestalten", sagt Pohlkemper.

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Aus dem "Strandgut des Lebens" entstehen die Engel von Gilia Auth. Ihr Material findet die in Waldkirch lebende Künstlerin bei Spaziergängen, beispielsweise am Ufer der Elz oder am Strand. Holz, Metall, Keramik oder Glas werden zu großen oder kleinen Engeln mit erstaunlicher Ausdruckskraft verarbeitet. "Die Engel haben alle einen eigenen Charakter und bergen das Rätsel in sich, was ihre Bestandteile vorher waren – bevor Sonne und Wind sie veränderten", sagt Gilia Auth.

Für Norman Hothums Schwerpunkt auf kalligraphisch gestalteten Texten gibt es einen aktuellen Anlass: den Zuzug von Flüchtlingen. Im Zentrum seiner ausgestellten Werke steht ein Bibeltext aus dem dritten Buch Mose, der sich wie eine Anleitung zum Umgang mit dieser Thematik liest. Neben diesem kalligraphisch aufwändig gestalteten Text stellt Hothum englische und deutsche Segenssprüche, ein Antikriegsgedicht sowie orientalisch anmutende Arbeiten aus.

Letztere sind gemeinsam mit einem persischen Kalligraphen entstanden und repräsentieren die drei Buchreligionen vereint in festlichem und friedlichem Beisammensein.

Ganz im Zeichen der Weihnachtszeit stehen die Miniaturen von Michelle Hothum. Auf Holzkugeln oder hölzernen Baumanhängern arbeitete die Malerin Weihnachtsmänner, Engel oder Katzen mit ausdrucksstarken Gesichtern in phantasievollen Umgebungen aus, die erst unter der Lupe besehen ihren Detail-Reichtum vollständig erkennen lassen. Radierungen von Engeln ergänzen die Werkschau. "Meine Werke sollen Wärme und Liebe ausstrahlen, die heute zu verbreiten wichtig sind. Sie sollen Licht in die Welt bringen", wünscht sich Hothum.

Aus ganz anderem Material sind die Arbeiten von Anna Busch. Die Riegeler Künstlerin stellt "Textilen Schmuck" her. Busch ist Textildesignerin und arbeitet für bekannte Handarbeits-Magazine. Zur Ausstellung zeigt sie ungewöhnlichen Hals- und Armschmuck.

Info: Am Samstag, 12. Dezember und Sonntag, 13. Dezember erklärt Michelle Hothum Interessierten jeweils um 17 Uhr die Arbeitsabläufe der Kunst der Radierung im Atelier "Kunstwelten im Engel" an der Hauptstraße 6 in Riegel. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Januar mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

Autor: Christiane Franz