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02. Juli 2012

Eine facettenreiche Künstlerszene

Im Museumszug "Rebenbummler" wurden am Freitag die Riegeler Künstlertage eröffnet.

  1. Die Akteure der Künstlertage: von links Ulrike Hensle, Cordula Böhle, Tanja Truöl, Jürgen Truöl, Karl-Heinz Thiel, Heide Bachofer, Wolfgang Keller, Silvia Wenzinger-Schille, Carmen Gukelberger, Dieter Rottler, Michelle und Norman Hothum. Nicht im Bild: Hans-Peter Ziesmer. Foto: Michael Haberer

RIEGEL. Die Künstlertage in Riegel eröffneten in diesem Jahr mit einer Vernissage im Zug. Am frühen Freitagabend präsentierten die ortsansässigen Künstler sich und manche ihrer Werke im "Rebenbummler" am SWEG-Bahnhof. Hans-Jürgen Truöl stellte die Künstler vor, Bürgermeister Markus Jablonski sprach Grußworte und das Riegeler Quartet "Sax-ämol" steuerte jazzige Klänge bei.

15 Künstler haben bei den vierten Künstlertagen mitgemacht und ihre Ateliers geöffnet. Der stetige Zuzug ganz unterschiedlicher Künstler hat Riegel eine facettenreiche Künstlerszene beschert. So kann Jablonski von Riegel als kulturelles Zentrum im nördlichen Breisgau sprechen. In diesem Mittelpunkt sind die Künstlertage dabei, sich zur Institution zu entwickeln. Ins Leben gerufen worden ist diese Institution, um von der Kunsthalle Messmer und ihrer Resonanz zu profitieren. Inzwischen liegt der Profit sicher auf beiden Seiten. Wie die Kunsthalle macht auch die Riegeler Kunstszene die Vielfalt der Perspektiven und Techniken aus. Zu finden sind Kunsthandwerker, die mit Metall, Steingut, Holz, Farbe, Tinte oder Edelsteinen arbeiten. Zu sehen sind bekannte Fotografen wie Telemach Wiesinger, der in diesem Jahr bei Gabriela Stellino zu Gast war. Stellinos bewegte Aquarelle sind sicher der größte Zugewinn der Riegeler Kunst in den zurückliegenden Jahren. Zur Fotografenkolonie gehören Hans-Jürgen und Tanja Truöl, die sich in ganz unterschiedlichen Landschaften auf die Suche nach Motiven gemacht haben. Der Fotograf Hans-Peter Ziesmer hat Motive aus der ganzen Welt festgehalten und präsentierte diese in den Waggons. Hier waren auch die anregenden Bildfolgen von Wolfgang Keller zusehen. Seine Comics und Gemälde bildeten einen gutnr Kontrast zu Ziesmers Fotografien.

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Fundstücke in der Natur bedeuten insbesondere für die beteiligten Malerinnen Inspiration. Heide Bachofer hat dafür in den Kleiderschrank geschaut, Carmen Gukelberger ist durch die Natur gestreift und Cordula Böhle hat sich Mauern, Steine und Flechten als Vorlage genommen. Auch in ihrem Atelier herrscht Vielfalt. Michelle und Norman Hothum bereichern mit Miniaturen und Engeln das Ensemble. Kontrast ist auch in Rottlers Atelier angesagt. Während er mit Nägeln Kunstwerke geschaffen hat, präsentiert Gukelberger daneben ihre Gemälde. Kunsthandwerk gibt es an der Hauptstraße zu sehen. Silvia Wenzinger-Schille hat in ihrem Laden wie immer viel an Keramik zu bieten, während Ulrike Hensle im Bürgerhaus Steinernes aus der Natur zu Schmuck und Skulpturen verarbeitet.

Hans-Jürgen Truöl ermunterte die Besucher bei der Vernissage, auf ihrem Streifzug durch Ateliers und Ausstellungen das eine oder andere Kunstwerk zu kaufen. Denn von den Riegeler Künstlern finanziert eine ganze Reihe als Selbständige ihr Leben finanzieren und lebt damit von der Nachfrage nach ihrer Kunst.

Autor: Michael Haberer