"Energiewende kann jeder"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 22. Januar 2013

Riegel

Jugendhilfezentrum St. Anton in Riegel ist der Sieger beim Umweltpreis 2012 der Erzdiözese.

RIEGEL/ FREIBURG (BZ). Das Jugendhilfezentrum St. Anton in Riegel hat den Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg 2012 gewonnen. Verliehen wurde die Auszeichnung am Freitag in Freiburg von Erzbischof Robert Zollitsch.

25 Bewerbungen mit Projekten und Initiativen aus den Jahren 2011 und 2012 hatte es für die zehnte Verleihung des alle zwei Jahre vergebenen Umweltpreises gegeben, so die Erzdiözese in einer Pressemitteilung. Mit seinem langfristigen, breit angelegten Energie-Bildungsprojekt habe sich das Jugendhilfezentrum klar gegen die übrigen Bewerber durchgesetzt. "Energiewende kann jeder", resümierte Zollitsch bei der Preisverleihung an den stellvertretenden Schulleiter Manuel Binder, Projektleiter Michael Bruckert sowie Schülerinnen und Schüler: "Ihnen ist es nicht nur gelungen, unzählige Sponsoren und Kooperationspartner für Ihr Projekt und die einzelnen Aktionen zu gewinnen, Sie haben es auch geschafft, alle Kinder und Jugendlichen sowie alle Mitarbeiter in allen Bereichen einzubeziehen."

Mit demselben Projekt hat das Jugendhilfezentrum St. Anton vor wenigen Tagen auch den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis zum Georg-Salvamoser-Preis 2013 erhalten. Für Platz eins beim Wettbewerb der Erzdiözese gab es 3300 Euro.

Im Rahmen des Energie-Bildungsprojekts erfassten die Schüler den gesamten Energieverbrauch im Jugendhilfezentrum, veranstalteten Projekttage "Umwelt und Energie" und ließen sich zu Energieexperten ausbilden. Das Außengelände wurde naturnah umgestaltet und ein Energieparcours angelegt, der als Freiluft-Klassenzimmer, Anschauungs- und Übungsgelände genutzt werden kann.

Das Jugendhilfezentrum in Riegel wurde vor 150 Jahren als Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim gegründet. Etwa 90 Kinder und Jugendliche leben in und um St. Anton und werden von 130 Sozialpädagogen, Psychologen, Lehrern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Hauswirtschaft und Verwaltung betreut. Vor etwas mehr als drei Jahren hat das Jugendhilfezentrum ein Projekt zur nachhaltigen Energienutzung gestartet.

Das Engagement für die Natur und das Einsparen von Energie ist laut Erzbischof Zollitsch zu einem wichtigen Bestandteil des kirchlichen Lebens und pastoralen Handelns der Erzdiözese Freiburg geworden. 2011 lag der Energieverbrauch in der Erzdiözese rund 20 Prozent unter dem Mittelwert aus den Jahren 2003 bis 2006. "Wenn wir nicht nachlassen, dann werden wir das Ziel unseres Klimaschutzkonzeptes von 2009 tatsächlich erreichen: 2014 soll der CO2-Ausstoß um 38,3 Prozent gesunken sein", sagte Zollitsch.