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03. Dezember 2015

Fotos, Flugzeuge, Flickereien

Der neue Almanach des Riegeler Geschichtsvereins ist eine 70 Seiten starke Sammlung von Wissen.

  1. Die Autoren des vom Geschichtsverein herausgegebenen Riegeler Almanachs (von links): Gerhard Ochsendorf, Lydia Reichert, Ursula Wollesen, Marcus Bopp, Karin Trück, Annemarie Schwärzle, Katharina Sälinger, Werner Liegibel, Saskia Hunsicker, Wolfram Becherer, Claudia Barst, Kuno Zeller und Vorsitzender Peter Ziegler Foto: Haberer

RIEGEL. Der Geschichtsverein hat seinen neuen Almanach vorgestellt. Am Samstag präsentierte Vorsitzender Peter Ziegler die rund 70 Seiten starke Sammlung von Geschichte und Geschichten aus dem Riegel der jüngsten Jahrzehnte im Riegeler Hof. Auch in diesem Jahr lag die Redaktion in den Händen der Archäologin Saskia Hunsicker, was ihr viel Lob seitens des Vorsitzenden einbrachte.

Eine Aufgabenstellung blickt den Leser schon vom Einband herunter an: Kinder beim Bad in der Elz im Jahr 1950. In diesem Fall ist es gelungen, fast alle zu identifizieren. Der Geschichtsverein baut ein Fotoarchiv auf – und ist zum einen auf der Suche nach alten Bildern, will aber auch wissen, wer und was auf den Bildern zu sehen ist. Nach Haushaltsauflösungen und Todesfällen sollten keine Fotos vernichtet werden, heißt es im Almanach.

Die große Geschichte liefert Gerhard Ochsendorf, der von seinen harten Zeiten als Lehrling beim Flugzeugbauer Junkers in Magdeburg berichtet. Ochsendorf hat es in seinem Ruhestand nach Riegel verschlagen, wo er wesentlich an der Öffnung von Museum und Geschichtsverein gegenüber moderner Technik beteiligt ist: Zu den Römern im Archäologischen Museum sind in den zurückliegenden Jahren auch Raketen gekommen. Ochsendorf arbeitet mit daran, dass die Sparte Technik im Museum noch weiter wächst.

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Ganz dörflich blickt Werner Liegibel zurück, was in Zeiten der Großväter und Urgroßväter alles los war, wer kickte und wer flickte. Der Maler Karl-Heinz Thiel stellt einige Eindrücke von der Kunstszene in Riegel vor.

Daneben werden kleine Geschichten über Gruppen und Aktionen im aktuellen Dorfgeschehen geboten. Man erfährt von den "Ochsenhockern", die einmal im Ochsen angefangen haben und sich nach dem Ende von Ochsen und Rebstock nun im Gasthaus Kopf treffen. Außerdem werden Geschichtchen von "Riegel strickt", den "Mixed Generations" und Museumsdienst geboten. Wolfram Becherer berichtet vom Barbarastollen, wo das Kulturgut der Nation eingelagert ist. Der Geschichtspreis ging an Mirko Lege.

Info: Der 26. Riegeler Almanach ist für acht Euro im Museum, im Rathaus und im Handel erhältlich.

Autor: Michael Haberer