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15. November 2017

Helfen, wo Armut erkennbar wird

Pfarrgemeinde St. Martin in Riegel feierte Patrozinium / Prozession wegen Sturm abgesagt.

  1. Der Festgottesdienst zum Patrozinium in Riegel wurde von Pfarrer Rémi Purzeau zelebriert. Foto: Jürgen Schweizer

RIEGEL. Mit einem Festgottesdienst beging die katholische Pfarrgemeinde St. Martin in Riegel am Sonntag ihr Patrozinium. Zusammen mit 17 Ministranten zog Pfarrer Rémi Purzeau festlich in die Kirche ein. Bereichert wurde der Gottesdienst vom katholischen Kirchenchor unter der Leitung von Dirigent Michele Savino. An der Orgel wirkte Johannes Bons.

In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Gleichnis aus dem Matthäus-Evangelium ein, worin fünf törichte Jungfrauen und fünf kluge Jungfrauen auf die Ankunft des Bräutigams warten. Doch die Ankunft verzögert sich. Fünf der Brautmädchen sind für diesen Fall nicht vorbereitet, sie haben kein Öl für ihre Lampen. Diese Torheit versperrt ihnen den Zutritt zum Hochzeitsfest. Die anderen sind bereit für das Kommen Jesus.

Da der Sonntag recht regnerisch und stürmisch war, wurde die sonst übliche Prozession abgesagt und eine Station dafür in der Kirche abgehalten. Mit dabei war auch der Musikverein unter der Leitung von Katja Wößner.

Der Gottesdienst stand unter dem Thema "Arme habt Ihr immer bei euch". Dies konnte auch Bürgermeister Markus Jablonski in seinen Ausführungen bestätigen. Auch in Riegel habe man in der Gemeindeverwaltung beständig mit Armut in all ihren Facetten zu tun – offensichtliche und vielfach versteckte Armut. Versteckt auch deswegen, da sich viele schämen, offen über ihre nicht erfüllbaren aber notwendigen Bedürfnisse zu reden. Von der Armut betroffen seien alle Altersgruppen. Spürbar sei die Armut in alltäglichen Begebenheiten. Auch die Einsamkeit, die fehlende Gemeinschaft sei Armut. Wenn dann in Einzelfällen tatsächliche Verwahrlosung hinzukomme, und das gebe es auch in Riegel, sei dringend Handlungsbedarf gegeben. Die politische Gemeinde Riegel versuche, direkt zu helfen, wo immer sie auf Armut stoße. Dabei gelte es Hilfe zu vermitteln, ohne die Würde der Betroffenen zu verletzen. In der Gemeinde Riegel leisteten viele Menschen täglich ihren selbstlosen Beitrag gegen Armut, ganz im Sinne des Heiligen Martin.

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Die Fürbitten und Gebete wurden vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Raphael Maurath und Maria Dittmann vorgetragen. Maurath lud alle Gottesdienstbesucher anschließend ins Gemeindehaus ein, wo das Team der katholischen öffentlichen Bücherei bewirtete.

Autor: Jürgen Schweizer