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05. Oktober 2013

WOCHENSPIEGEL: Wein und Bier

Wenn die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ruft, dann sind die Weinerzeuger der Region zur Stelle. Kein Wunder, winkt bei der Bundesweinprämierung doch ein nicht unwichtiger Teil der "Ernte" für ihre engagierte Arbeit im Weinberg und Keller. Wenn’s dann einmal mehr einen wahren Medaillenregen gibt, dann regt sich auch bei den Konsumenten ein gewisser Regionalstolz. Da tun sich andere mit ihren Erfolgen bei der DLG wohl schwerer. Zum Beispiel Fürstenberg. Die Traditionsbrauerei aus Donaueschingen stellt sich seit vielen Jahren mit Erfolg bei der DLG dem angeblich härtesten Bierwettbewerb der Welt und holt unter anderem Gold mit ihrem Riegeler Landbier. Doch seit das Riegeler eben kein richtiges Riegeler mehr ist, ist’s halt auch mit dem Regionalstolz vorbei – zumindest bei den meisten. Allerdings  müssen selbst lokalpatriotische Bier-Puristen zugeben, dass die Verbindung von Riegeler Bierrezeptur und Donaueschinger Brauwasser ein gutes Bier hervorbringt.

Kühne Vision

Tag der Deutschen Einheit – nur ein willkommener Feiertag mit der Chance, sich eine Brücke zu bauen? Nein. Selbst wer von der Teilung Deutschlands nie persönlich und unmittelbar betroffen war, oder sie gar nicht erst miterlebt hat, verbindet wohl mehr mit diesem Tag als reine Lust auf Freizeit. Zum Beispiel Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer, Umwelt- und Friedensaktivisten. Er kramte anlässlich der großen Feierlichkeiten in Stuttgart jüngst im Plakatschrank des BUND in Freiburg und stieß auf zwei Zeugnisse illegaler Zusammenarbeit südbadischer Friedensaktivisten mit Gleichgesinnten in der ehemaligen DDR: Zwei Plakate, die vor der Wende illegal in der DDR und in Südbaden geklebt wurden. Darauf verkündeten die "Kanadischen Streitkräfte in Europa, Standortkommando Lahr" und der "Oberkommandierende der sowjetischen Streitkräfte des Ostens" in nahezu identischen Texten den baldigen Abzug des Militärs und die Hoffnung auf eine militärfreie Zukunft. Die kühne Vision der Friedensaktivisten vom Abzug wurde schneller Realität, als man sich damals hätte träumen lassen.

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Verspätung

Manchmal gehen Termine einfach nicht so wie geplant. Mit gehöriger Verspätung erschien der Kenzinger Bürgermeister am Mittwoch zur Jubilarsrunde für Inge Götz, allseits geschätzte Schulsekretärin am Kenzinger Gymnasium und Vorsitzende des Personalrats für alle Kenzinger Stadtmitarbeiter. Die Feierrunde fand auch noch im Zimmer des Bürgermeisters statt, und da fiel es natürlich auf, dass der Gastgeber fast 20 Minuten später eintraf. "Das ist sonst nicht meine Art", entschuldigte sich Matthias Guderjan. Er kam geradewegs von Gesprächen beim Kollegen in Herbolzheim, wo es um so wichtige Themen wie Bahn und Windkraft ging. Da war man eben etwas länger in die Sache vertieft. Zum Ausgleich wurde die Jubilarsrunde auch etwas verlängert: Spontan und ganz ungeplant gab es einen neuen Termin – ein Mittagessen mit Dienstjubilarin und Schulleiter auf Kosten der Stadt.

Autor: mw