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20. Dezember 2011
Erfolgreichste Saison am Oberrhein
Ringerbezirk stellt nächste Runde erstmals drei Bundesligisten / Alexander Semisorow und Kai Vögtlin beste Regionalligaringer.
RINGEN. Kein Zweifel: Die Saison 2011 wird in die Annalen des Ringerbezirks Oberrhein als eine der erfolgreichsten in seiner Geschichte eingehen. Denn in der kommenden Runde wird der Oberrhein als einer der kleinsten, aber sportlich äußerst lebendigsten bundesdeutschen Bezirke zum ersten Mal gleich mit drei Mannschaften in der Bundesliga vertreten sein.
Allen voran der TuS Adelhausen. Der Aufsteiger avancierte nach einer ernüchternden Hinrunde mit 1:15 Punkten in der ersten Bundesliga West dank einer sensationellen Rückrunde mit 12:4 Zählern zu einem wahren Überfliegerteam, das am Ende nicht nur den Klassenhalt in souveräner Manier packte, sondern als Tabellenfünfter das vorgegebene Saisonziel sogar noch um einen Platz übertraf. Auch die RG Hausen-Zell tat sich in der zweiten Bundesliga Süd lange Zeit schwer, kam in der Hinserie auf lediglich 5:13 Punkte, überzeugte dann aber in der zweiten Saisonhälfte mit 14:4 Zählern, was im Schlussklassement noch den sechsten Tabellenplatz bedeutete.Die WKG Weitenau-Wieslet lieferte in der Regionalliga Baden-Württemberg sogar ihr Meisterstück ab. Der Titelfavorit hielt dem immensen Erwartungsdruck stand, gewann 13 seiner 16 Kämpfe (bei einer Niederlage und einem Remis), und holte sich im dritten Anlauf schließlich den ersehnten Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die zweite Liga. Kein Wunder, dass sich die Fans der zweiten Liga bereits auf 2012 freuen. Zumal es dann wieder ein richtiges Oberrhein-Derby geben wird. Und die Mattenduelle mit der RKG Freiburg dürften ebenfalls zu den Publikumsmagneten gehören.
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Mehr noch: Alle drei Bundesligisten besitzen gute Chancen, auch über das nächste Jahr hinaus ihre jeweiligen Klassen zu halten. Zumindest sieht es derzeit so aus, als wenn ihnen der Stamm ihrer Athleten erhalten bleibt. Einige wollen (oder müssen) sich verstärken. Dies gilt auch für die WKG Weitenau-Wieslet. Der Neuling verfügt in den beiden Ex-Adelhausern Markus Eichin und David Muller über lediglich zwei Ringer mit jahrelanger Bundesligaerfahrung. Und der 32-jährige Elsässer Muller trägt sich offenbar mit dem Gedanken, künftig nicht mehr in Liga zwei mitzutun – wenn man seinen Aussagen zu Saisonbeginn glaubt.
Bemerkenswert ist überdies, dass einige der Top-Drei-Vereine zu den Stärksten ihrer Zunft in den jeweiligen Ligen gehörten. Bei Adelhausen wird der Ungar Gergö Wöller auf der Bestenliste der ersten Liga West an Position acht geführt – ungeschlagen mit 11:0 Siegen und 37 Mannschaftspunkten. Dahinter folgen sein Landsmann Daniel Ligeti als 31. (8:0/25), die beiden Polen Krystian Brzozowski (7:3/25) und Damian Janikowski (7:1/24) an Nummer 33 und 35. Zudem sind notiert als 42. Andreas Fix (8:7/22), 48. Florian Hassler (6:9/21), 55. Vyugar Ragymov (6:0/19) und 61. Edgaras Voitechovskis (4:6/19).
Punktbester Hausen-Zeller war wieder einmal der Rumäne Adrian Recorean an Position sieben mit 14:3 Siegen und 52 Zählern. Dichtauf folgt als Zwölfter Simon Waßmer (12:4/48). Dahinter sind notiert als 45. Alexander Rümmele (10:8/34), Florian Philipp (9:9/32), Simon Ketterer (8:8/29), Axel Sutter (8:9/28) und Florin Trifan (6:10/28).
Im Ranking der Regionalliga stehen gleich zwei WKG-Athleten ganz oben. Mit der makellosen Bilanz von jeweils 16:0-Siegen nehmen Alexander Semisorow, der herausragende 58 Punkte sammelte, und Kai Vögtlin, der auf 55 Zähler kam, die Positionen eins und zwei ein. Drittbester Weitenau-Wiesleter ist Markus Eichin als 20. mit einer Bilanz von 10:6-Siegen und 38 Punkten. Dahinter folgen David Muller (7:3/29), Alex Asal (9:7/29), Pascal Ruh (7:9/29) und Pascal Funk (8:4/28).
Autor: Jochen Dippel
