Höchster Saisonsieg

Uwe Rogowski

Von Uwe Rogowski

Mo, 19. November 2018

Ringen

RG Hausen-Zell näher an den Ringer-Playoffs als am Abstieg.

RINGEN Bundesliga: KV Riegelsberg – RG Hausen-Zell 9:25 (uwo). Das Schöne am Sport ist, dass er manchmal abgefahrene Dinge bietet. Es gab schon die unglaublichsten Aufholjagden zu bestaunen, deshalb heißt es ja auch, dass es die Leute auf die Sportplätze und in die Hallen zieht, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht.

Den Ringern der RG Hausen-Zell kann das egal sein, sie müssen sich nicht mehr mit theoretischen Diskursen befassen. Obwohl sie nach ihrer zweiten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte mathematisch noch nicht durch sind und Trainer Florian Hassler sich höflich zurückhält mit ultimativen Einschätzungen ("Großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht"), ist der erstmalige Bundesligaverbleib nicht mehr in Gefahr. Um noch Letzter zu werden, und selbst der steigt nicht sicher ab, müsste die RG ein akuter Leistungsabfall ereilen, sie müssten in den finalen vier Kämpfen ohne Punkt bleiben, während Riegelsberg keinen mehr abgeben darf und als Erster in dieser Saison auch noch den TuS Adelhausen besiegen muss. Das lässt sich ausschließen.

Mit dem höchsten Saisonsieg, dem 25:9 beim Tabellenletzten, hat Aufsteiger Hausen-Zell den direkten Vergleich auf seiner Seite. Nach zwei Kämpfen stand es 0:7, auch weil Rares Chintoan, der länger ausfällt, sich am Ellbogen verletzte. Doch danach gab nur noch Vladislav Wagner (2:9) Zähler ab. Gleich fünf Gäste-Ringer punkteten voll, Ivan Guidea schulterte seinen Gegner im 61-Kilo-Freistil nach 13 Sekunden, auch Adrian Recorean und Virgil Munteanu gewannen vor der Halbzeit ihrer Kämpfe und sicherten Tabellenplatz vier ab, was auch bedeutet: Die RG könnte als einer von zwei Tabellendritten der drei Staffeln sogar noch in das Playoff-Viertelfinale einziehen. Theoretisch.