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10. Februar 2012

Neue Regeln im Greco-Stil bei den Ringern

Südbadische Meisterschaft in Triberg / Standkampf soll wieder mehr Gewicht erhalten.

RINGEN (lohe/jd). Spekulationen hat es schon seit längerer Zeit gegeben. Doch seit kurzem steht fest: Es gibt beim Ringen wieder einmal neue Regeln, besonders im griechisch-römischen Stil. Ob die von einer Expertenkommission vorgeschlagenen Änderungen jedoch die Attraktivität steigern können, bezweifeln aber Aktive, Trainer und Funktionäre.

Bei den Bezirksmeisterschaften Mitte Januar wurden die neuen Regeln zum ersten Mal auch in Südbaden in der Praxis angewendet. Am Wochenende erfolgt bei den südbadischen Titelkämpfen in Triberg zum zweiten Mal der Ernstfall. Da das Ganze ziemlich schnell angeordnet wurde, waren neben den Athleten vor allem die Kampfrichter stark gefordert. Somit lud der Südbadische Ringerverband seine Kampfrichter und Trainer Anfang Januar zu einem Lehrgang in den Olympiastützpunkt nach Freiburg ein.

Doch was ist der Grund für die Regeländerungen? Analysen der vergangenen vier Jahre haben ergeben, dass im Greco-Stil rund 80 Prozent der Kämpfe in der Bodenlage entschieden werden und der Standkampf immer mehr an Attraktivität verliert. Daher soll die Bodenrunde wegfallen, sobald eine Wertung erzielt wird. Künftig soll der Beginn jeder Kampfrunde im Standkampf in der Position Brust gegen Brust angepfiffen werden – wobei alle vier Füße der beiden Ringer im zentralen Kreis in der Mattenmitte sein müssen.

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Des Weiteren soll das Eindringen in die rote, ein Meter breite Passivitätszone, von den Mattenleitern stärker als bisher geahndet werden und bei Wiederholung mit einem Punkt bestraft werden. Überlegungen gibt es auch hinsichtlich der Kampfzeit. Während international auf zwei Siegrunden gerungen wird, sind in den Mannschaftskämpfen hierzulande drei Runden nötig, wodurch es zu maximal fünf Durchgängen kommen kann.

Die Bundestrainer wünschen sich durchweg drei Runden, unabhängig davon, ob ein Ringer die ersten beiden Abschnitte gewonnen hat. Von den Landesorganisationen und den Vereinen gibt es dagegen ein klares Bekenntnis zur bisherigen Regelung. Ein weiteres Thema, das vor allem international diskutiert wird, sind die Gewichtsklassen. Eine Entscheidung fällt aber wohl erst bei oder nach den Olympischen Spielen in London.

Autor: jd, bz