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25. Mai 2012
TuS Adelhausen
Ringerwechsel kurz vor Toresschluss
TuS Adelhausen holt Kroaten Janecic und Olympiafahrer Alexuc-Ciurariu / Sascha Keller und Bulgare Tashev nach Weitenau-Wieslet.
RINGEN. Wenige Tage vor dem Ende der Wechselfrist sind einige Ringervereine vom Oberrhein noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Die spektakulärsten Wechsel melden Erstbundesligist TuS Adelhausen und Zweitliga-Aufsteiger WKG Weitenau-Wieslet. Beide Vereine verstärken sich mit jeweils drei neuen Athleten.
Allerdings verlassen erneut auch zwei Ringer den Dinkelberg – beide in Richtung Kleines Wiesental. So kehrt Sascha Keller, der in der Jugend des TuS Adelhausen sein sportliches ABC erlernte, nach einer überaus unglücklich verlaufenden Saison wieder zurück zur WKG Weitenau-Wieslet. Denn kurz nachdem der Greco-Spezialist im Vorjahr zu seinem Stammverein gewechselt war, zog er sich einen Kreuzbandriss und Meniskusschaden im Knie zu und fiel somit für die gesamte Saison 2011 aus. Bei seinem langjährigen Trainer Roland Vögtlin hofft der 22-jährige gelernte Zimmermann, im Weltergewicht nun wieder an einstige Erfolge anzuknüpfen. Schließlich gehörte Keller in der Regionalliga stets zu den Punktegaranten.Mit Sascha Keller wechselt noch ein weiterer TuSler zur WKG: Andreas Greiner, Jahrgang 1988, soll den Neuling in den oberen Gewichtsklassen verstärken. Dass er das nötige Talent dafür mitbringt, zeigte er schon in der Jugend. So wurde er 2004 als B-Jugendlicher deutscher Vizemeister im Halbschwergewicht griechisch-römischen Stil – nach einer Finalniederlage gegen keinen geringeren als Oliver Hassler von der RG Hausen-Zell.
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Dritter Zugang der WKG Weitenau-Wieslet ist Plamen Tashev. Der 23-jährige Bulgare kommt aus dem Vogtland vom KSV Pausen/Plauen, mit dem er in der abgelaufenen Runde Vizemeister der zweiten Bundesliga Nord wurde. Dabei gehörte der Bulgare, der in diesem Jahr Dritter der nationalen Meisterschaft war, im Greco-Halbschwer- und -Schwergewicht zu den Leistungsträgern seiner Mannschaft. So gewann der Neunte der Kadetten-EM von 2006 im Vorjahr von seinen 17 Kämpfen 15, während es in der Saison 2010 es bei 16 Mattenduellen 13 waren.
Auch der TuS Adelhausen versuchte, seine letzten Lücken zu schließen, vor allem im Mittelgewicht. So verpflichtete der Erstligist den dreimaligen deutschen Greco-Einzelmeister Björn Holk. Der 31-jährige Routinier kämpfte sechs Jahre lang für Konkordia Neuss, ehe er im Vorjahr zum deutschen Vizemeister ASV Köllerbach wechselte, dort aber zuletzt nur wenige Einsätze verbuchte. "Nach einer Schulteroperation wird er für die Rückrunde fit sein", erklärt TuS-Sportchef Mike Hofmann. "Nach dem Abgang von Andreas Fix waren wir unter Zugzwang, auch mit Blick auf die Deutschquote."
Zudem holte die Dinkelbergstaffel zwei weitere Ausländer. Einer von ihnen erwarb kürzlich sogar das Olympia-Ticket, womit sich die Zahl der Adelhauser London-Fahrer auf fünf erhöhte. Alin Alexuc-Ciurariu gewann die finale Olympiaqualifikation in der Klasse bis 96 Kilo. Der 22-jährige Greco-Spezialist aus Rumänien, der im Vorjahr für den SV Untergriesbach in der ersten Liga Ost auflief, bezwang in Helsinki nacheinander den Brasilianer Davi Albino in zwei Runden (1:0 und 1:0 Punkte), den ungarischen Ex-Weltmeister Balasz Kiss mit 2:1 (0:1, 1:0, 3:0), den Litauer Mindaugas Ezerskis (1:0, 2:0) und im Finale den Tschechen David Vala (2:0, 1:0), der zuvor den deutschen Meister Mirko Englich ausgeschaltet hatte. Sein größter Einzelerfolg war bisher die Vize-Weltmeisterschaft 2010 der Junioren.
Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt ist hingegen bislang der vorerst letzte TuS-Neuzugang Danijel Janecic. Denn der 24-jährige Kroate, der in der Klasse bis 66 Kilo Greco den Italiener Fabrizio Corriga ersetzt, war bislang noch nicht in der deutschen Bundesliga aktiv. "Bei WM und EM hat er sich schon bewiesen, auch ohne Medaillengewinn", sagt Mike Hofmann.
Zwei Neuzugänge gibt es auch beim KSV Rheinfelden. Der Verbandsligist verstärkt sich mit dem 22-jährigen deutschen Schwergewichts-Juniorenmeister von 2010, Boris Illenseer, und dem 19-jährigen Johannes Reinhard. Beide stammen von der SG Eichen-Rümmingen. Gleichfalls von der SG Eichen kommt Nachwuchstalent Boris Petenko, Jahrgang 1995, der zum SV Gresgen geht.
Autor: Jochen Dippel



