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16. März 2009 14:45 Uhr

Jasmin Nopper singt bei "Musical Fieber" mit

Jasmin Nopper aus Ringsheim hat vor vier Wochen ein Casting gewonnen und durfte deshalb als Gast bei der Aufführung "Musical Fieber" am Sonntag in der Stenenberghalle auftreten. Die 16-Jährige sang das Lied "Fame".

  1. Jasmin Nopper trat beim „Musical Fierber“ in der Friesenheimer Sternenberghalle auf. Foto: Wolfgang Künstle

FRIESENHEIM/RINGSHEIM. Die Ringsheimerin begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt. BZ-Mitarbeiter Wolfgang Künstle unterhielt sich nach der Veranstaltung mit der 16-Jährigen.

BZ: Jasmin, Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg heute Abend. Wie hast Du die letzten vier Wochen seit dem Casting erlebt?

Jasmin Nopper: Natürlich war ich nach dem Erfolg beim Casting sehr erleichtert, doch so recht begriffen hatte ich es erst, als ich wieder zuhause war. Vom Regisseur habe ich das Band bekommen, so dass ich mich mit meiner Gesangslehrerin, mit der ich seit zwei Jahren arbeite, auf das Lied und den Auftritt heute vorbereiten konnte. Vom Anspruch her war das Lied nicht schwieriger als das, was ich sonst bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen singe.

BZ: Aber Du bist noch nie vor so vielen Menschen aufgetreten. Wie war der heutige Tag für Dich?

Jasmin Nopper: Ich habe ziemlich wenig geschlafen, das stimmt (lacht). Man beschäftigt sich doch ständig mit dem Auftritt, denkt über die Choreographie nach. Heute Mittag konnte ich auch nicht mehr viel essen. Und um vier waren wir dann zur Probe hier in der Halle.

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BZ: Wie bist Du von den Profis empfangen worden?

Jasmin Nopper: Sehr gut, das hat mich schon überrascht. Alle waren sehr freundlich, gar nicht arrogant. Die Moderatorin des Abends hat uns alles gezeigt, wann wir wohin müssen und so. Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt.

BZ: Und dann sitzt Du im Publikum, Dein Auftritt naht. Wie ging es Dir da?

Jasmin Nopper: Oje – die Hände waren schon ziemlich feucht, und der Mund wurde immer trockener. Zehn Minuten vor dem Auftritt geht’s immer los mit der Nervosität. Vorher bin ich ganz relaxt.

BZ: Kam Dir jemals der Gedanke, dass Du Dich hier blamieren könntest?

Jasmin Nopper: Eigentlich erst heute. Ich bin mal bei einem Auftritt mit dem Text durcheinander gekommen, das war ziemlich peinlich. Irgendwie ist das ein Trauma, an das man immer wieder denkt.

BZ: Aber es ging alles gut…

Jasmin Nopper: Ja – und ich habe den Applaus von fast 1000 Leuten schon sehr genossen. Am Anfang ist man so aufgeregt, und wenn es dann vorbei ist, würde man es am liebsten noch mal machen.

BZ: Bist Du auch ein bisschen traurig, dass es vorbei ist?

Jasmin Nopper: Nein, gar nicht. Es war eine phantastische Erfahrung, an die ich noch lange gerne zurückdenken werde. Doch ich schau immer nach vorne, und im April sind zwei weitere Auftritte, da wird das Gleiche von mir erwartet.

BZ: Was war das Überraschendste für Dich an dem Auftritt?

Jasmin Nopper: Dass die Leute von Ensemble so locken waren. Die wirkten gar nicht angespannt. Es war interessant, zu sehen, wie die damit umgehen.

BZ: Und jetzt hast Du Lust auf "Deutschland sucht den Superstar?"

Jasmin Nopper (ohne zu zögern): Nein! Das wäre überhaupt nichts für mich! Geld und Fernsehen ist mir nicht wichtig. Ich schau’s mir an, weil mich interessiert, was andere junge Künstler machen. Doch ich habe nicht das Bedürfnis, groß rauszukommen und strebe auch nicht an, mit der Musik meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schule und Abi haben eindeutig Vorrang.

BZ: Aber hat nicht jeder irgendwie den Wunsch, groß rauszukommen?

Jasmin Nopper: Bekanntheit bringt Neid, falsche Freunde, man kann richtig tief fallen. Meine kleinen Auftritte erfüllen mich voll und ganz. Ich brauche kein Geld und keinen Ruhm, um glücklich zu sein.

Lesen Sie auch den Bericht über die Aufführung.

Autor: wk