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04. Januar 2012
Florence + the Machine
CD:KUNSTPOP I: Wie für ein Zeremoniell
Hier hält der Inhalt, was der Titel verspricht: "Ceremonials", das zweite Studioalbum von Florence + The Machine klingt tatsächlich wie der Soundtrack zu einem Festakt oder einem Zeremoniell. Große Chöre erschallen zu donnernden Perkussionsklängen, Streicher und Orgeln erklingen, und darüber schwebt die markante Stimme von Florence Leontine Mary Welch. Wer solch einen Namen trägt, Tochter einer Kunstprofessorin ist, sein Album von einem Essay der Schriftstellerin Emma Forrest einleiten lässt und in der Single "What the Water Gave Me" auf Virginia Woolf und Frida Kahlo verweist, gerät schnell in den Verdacht, prätentiös zu sein. Aber Welch gelingt es, auf große Konzepte und erhabene Inszenierung zu setzen und dennoch mit ihrem Barock-Pop in den Hitparaden an vorderster Stelle zu landen. Dabei steht sie in einer Tradition britischer Exzentrikerinnen wie Kate Bush und Siouxsie Sioux. Wie aus einem Guss wirken die zwölf Stücke des Albums, besser aber noch greift man zur "Limited Edition", deren acht Extrastücke das hohe Niveau halten.
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Autor: Stefan Rother
