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05. Dezember 2011
KRITIK IN KÜRZE
Früher standen bei Fiddler’s-Green-Konzerten immer junge Mädchen in den ersten Reihen und himmelten den schönen Sänger Peter Pathos an. Seit dessen Ausstieg ist das Publikum älter und männlicher geworden. Und die Erlanger Band spielt regelmäßig bei Metal Festivals. Dass der irische Speedfolk von Fiddler’s Green härter geworden ist, war jetzt auch im Freiburger Jazzhaus zu hören. Mit "Wall of Folk", dem Titelstück der neuen CD, begann das Konzert und machte gleich klar, dass hier mit voller Wucht gebrettert wird. Zwei E-Gitarren, Bass, Schlagzeug sowie Geige und Akkordeon – das ist die Besetzung von Fiddler’s Green. Noch deutlicher wird die neue Härte beim zweiten Stück, dem Traditional "P stands for Paddy", dessen wunderbare Melodie selten so schlicht und rockig präsentiert wurde. In der Mitte des Konzerts gab’s dann einige Balladen, etwa das verträumte "Lost to the Moon", bis sich aus Pachelbels Kanon ein stürmischer Jig erhob. Und weiter ging’s mit schnell und hart gespieltem Irish Folk und poppigen Party-, Pub- und Saufliedern. Dank des herausragenden Geigers Tobias Heindl sind Fiddler’s Green aber auch als Folkband noch ernst zu nehmen. Ebenfalls stark: Sänger Ralf Albers und Schlagzeuger Frank Jooss. Die Stimmung war gut, wie immer bei Fiddler’s Green. Die Band, die mit weißen Hemden und legeren Krawatten auftrat, ist ein sicherer Live-Act.
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Autor: Christian Rath
