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14. Januar 2012

"Unser Star für Baku"

TV-RÜCKBLICK: Die Show mit der Blitztabelle

Diese Woche im Programm des Privatfernsehens: mittwochs eine Casting-Show, donnerstags eine, freitags eine, samstags eine. Auf "Deutschland sucht den Superstar" auf RTL folgt "Unser Star für Baku" auf Pro 7 , darauf "The Voice of Germany" auf Sat 1 und dann nochmal "DSDS" auf RTL. Das Format scheint nicht totzukriegen. Stefan Raab hat es jetzt sogar um eine neue Variante bereichert: die Show mit der Blitztabelle. "Ein revolutioniertes Zuschauervoting", wie Moderatorin Sandra Rieß es anpries. Oder wie ihr Kollege Steven Gätjen mit Christian Wulff sagte: "vollständige Transparenz". Nicht wie sonst bei den Casting-Shows am Ende dürfen die Fernsehzuschauer telefonisch ihre Stimme abgeben, sondern während der ganzen Sendung. Der aktuelle Stand wird ständig groß eingeblendet. Eigentlich merkwürdig, dass vorher niemand darauf gekommen ist, dieses Element aus der Sportberichterstattung ins Unterhaltungsfernsehen zu importieren. Denn es macht die Sache spannender: Live ist zu sehen, wie der Auftritt eines Kandidaten ankam. Außerdem erspart es allen Beteiligten die Verkündungsszenen, in denen der Moderator künstliche Pausen machen muss, ehe er sagt, wer fliegt oder wer weiterkommt. Stattdessen gibt es einen furiosen Showdown, wenn am Ende die Kandidaten sekündlich die Plätze tauschen, und die Zuschauer nochmal und nochmal für ihre Favoriten stimmen. Was – und das ist natürlich das Beste für Raab – heißt, dass sie bei 50 Cent pro Anruf oder SMS noch mehr Geld lassen als sonst bei Casting-Shows. Wie viel es am Donnerstag war, sagt Pro 7 aber nicht. Von wegen vollständige Transparenz.

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Autor: Thomas Steiner