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02. Februar 2012
Metal-Party mit Kuchen
Die Lörracher Metal-Band Maersung hat ihre erste CD produziert und stellt diese am Wochenende in einer Release-Party vor.
LÖRRACH. Seit einiger Zeit ist die Metal-Szene in der Region um eine Band reicher. Ein paar Musiker haben vor drei Jahren Maersung gegründet, um gemeinsam Melodic Death Metal zu spielen. Jetzt haben sie ihre erste professionelle CD "Der unscheinbare Ruf der Ewigkeit" aufgenommen. Am Samstag stellen sie sie beim Metal Café Live im Alten Wasserwerk in Lörrach im Rahmen einer Release-Party vor.
Es ist kalt, modrig und laut im Keller in der Burgstraße in Tumringen – ein typischer Proberaum eben. Hier feilen die vier Jungs von Maersung gerade an einem Stück. Melodic Death Metal spielen sie, das heißt, harte Gitarrenriffs und das knurrende Growling von Sänger und Bassist Samuel Maier wechseln sich mit melodischen, manchmal geradezu romantischen Parts ab. Der Sänger und der Gitarrist Marius Zeinhofer, der in Freiburg Mathematik studiert und auch dort wohnt, schreiben die Lieder der Band.2009 gegründet, fand der erste Auftritt bei einer Geburtstagsparty statt, den ersten richtigen Gig gab es dann im Café Irrlicht in Schopfheim. Beim Music Start Contest im vergangenen Jahr schafften Maersung einen beachtlichen dritten Platz. "Mittlerweile hatten wir schon ein paar Headliner-Auftritte" erzählt Samuel Maier. Der 26-jährige Lörracher mit den markanten Dreadlocks ist studierter Bauingenieur und arbeitet, wenn er nicht gerade Musik macht, als Projektleiter in der Schweiz.
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Überhaupt geht es den Bandmitgliedern nicht darum, mit ihrer Musik Geld zu machen und sie geben sich auch nicht der Illusion hin, einmal davon leben zu können. Vielmehr haben sie einfach Bock, auf der Bühne zu stehen und Metal zu spielen. "Man sollte etwas machen, weil es einem Spaß macht und nicht weil man Kohle dafür kriegt", findet Gitarrist Oliver König, der in Maulburg wohnt.
Dort, im Dorfstüble, hat die Band lange Zeit geprobt, doch mittlerweile werden die Räume anderweitig gebraucht. Deswegen üben Maersung jetzt im Keller des Hauses in der Burgstraße, in dem Schlagzeuger Martin Lindner wohnt und der auch als Probelokal der Death-Metaler Firtan dient, bei denen Oli König und Martin Lindner ebenfalls spielen. Den Bandnamen haben Maersung selbst kreiert, ein Fantasiename. Erst später haben sie festgestellt, dass es den Namen im Englischen tatsächlich gibt. "Party machen" bedeutet er frei übersetzt.
Party machen wollen die vier Musiker auch am Samstag im Alten Wasserwerk. Dann stellen sie nämlich ihre erste CD vor. An vier Wochenende waren sie dafür in einem Tonstudio in Badenweiler, 96 Stunden lang haben sie aufgenommen. Auch das Cover haben sie selber gestaltet. Mit dem Ergebnis sind sie sehr zufrieden. "Manche Songs kann man sogar anhören", scherzt Samuel Maier.
Wer jetzt denkt, dass bei der Release-Party einer Metalband Drogen und Alkohol anstehen, der täuscht sich. Am Samstag gibt es Kuchen mit dem Maersung-Logo drauf. Denn ein Mädel hatte auf Facebook spaßeshalber gepostet, sie würde nur zur Party kommen, wenn es auch Kuchen gebe. Das ließen sich die Jungs nicht zweimal sagen und machten aus dem Spaß Ernst – oder genau genommen: Melodic Death Metal-Cake.
Autor: Michael Reich
