Neue Tarife ausgehandelt

dpa

Von dpa

Fr, 29. September 2017

Rock & Pop

Konzertveranstalter und Gema einigen sich über Abgaben.

Nach langen Verhandlungen und einem Schiedsgerichtsverfahren haben sich die Gema und die Veranstalterverbände auf neue Abgabentarife für Rock- und Popkonzerte geeinigt. Das haben die Gema in München sowie der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (BDV) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) am Donnerstag mitgeteilt. Die Gema vertritt die Urheberrechte von Komponisten, Textautoren und Musikverlegern.

Die neue Tarif U-K trete am 1. Januar 2018 in Kraft und laufe zunächst bis zum 31. Dezember 2021, hieß es. Die Veranstalter begrüßten es, dass dank des Schiedsspruches des Deutschen Patent- und Markenamtes in München das Gema-Begehren auf eine generelle tarifliche Vergütung von zehn Prozent abgewehrt werden konnte. Auf solcher Basis wären viele Konzerte nicht mehr möglich gewesen, vor allem kleine Konzerte mit bis zu 2000 Personen, erklärte VDKD-Präsident Pascal Funke. Die urheberrechtlichen Abgaben an die Gema orientieren sich den Angaben zufolge künftig nicht an den Brutto-, sondern den Netto-Umsätzen der Veranstalter. Im Gegenzug wurden dafür die gestaffelten Vergütungssätze leicht angehoben.

Für die Gema nannte es deren Vorstandsmitglied Georg Oeller einen "wesentlichen Verhandlungserfolg", dass ein Prüfrecht vereinbart worden sei, das der Gema Einsicht in die relevanten Unterlagen der Konzertveranstalter ermögliche. In den beiden Veranstalterverbänden sind nach deren Angaben mehr als 500 Agenturen, Tournee- und Konzertveranstalter zusammengeschlossen. Sie hätten im Jahr 2013 über 125 Millionen Tickets verkauft und einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro erwirtschaftet.