Naturalie

Römersalat ist knackig und herb-frisch

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 14. März 2018 um 10:57 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Römersalat sei so gehaltvoll wie ein ein Papiertaschentuch, mäkeln Ernährungsexperten gerne. Ganz so schlimm ist es aber nicht.

Die Basis des amerikanischen Salatklassikers Caesar Salad hat sich in den vergangenen Jahren einiges anhören müssen: Der Römersalat sei, mäkelten Ernährungsexperten, gerade mal so gehaltvoll wie ein Papiertaschentuch.

Ganz so schlimm ist es nicht. Zu gut 92 Prozent besteht diese Lattich-Art aus Wasser, aus der Nährstoffriege machen vor allem Vitamin C, die B-Vitamine, Magnesium, Kalzium, das Pro-Vitamin A und Vitamin K Punkte im Salatblatt gut. Kleine Punkte.

Sein Volumen und die enthaltenen Ballaststoffe in Kombination mit vernachlässigbaren zwölf Kalorien pro 100 Gramm machen den Römersalat – auch bekannt als Romana – zu einer beliebten Vorspeise für Abnehmwillige: In einen derart gefüllten Magen passt nicht mehr viel rein. Für den kräftigen, leicht herben Geschmack des Romana-Salats sorgt Lactucopikrin, das auch in Chicorée enthalten ist.

Dieser Bitterstoff regt Gallenblase und Bauchspeicheldrüse an, fördert also die Verdauung. Neuen Untersuchungen zufolge kann Lactucopikrin gegen Malaria wirken, zudem zeigt sich ein schmerzstillender Effekt – bisher allerdings nur im Mausmodell. Römersalat wurde bereits vor gut 4000 Jahren in Ägypten angebaut, er hat gute Chancen auf den Titel "ältester bekannter Salat". Frisch als Salat mögen die knackigen Blätter geschmacksintensive Begleiter. Im Mittelmeerraum wird er gerne warm gegessen wie Spinat oder Mangold: Leicht dünsten, salzen, pfeffern, fertig. Für den Knack geröstete Pinienkerne dazugeben.