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17. Mai 2010

Verhaltener Andrang beim Rollkunst-Pokal

Nach der WM 2009 wieder ein Wettkampf in Freiburg.

  1. Rollkunstlauf Foto: Patrick Seeger

FREIBURG. Von Donnerstag bis Samstag waren die Augen der Rollkunstlaufszene wieder einmal auf Freiburg gerichtet. Ein halbes Jahr nach der WM rollte das Teilnehmerfeld beim internationalen Deutschlandpokal in die Saison. Allerdings unter eher verhaltenem Andrang: Die 250 Zuschauer hatten freie Platzwahl – im Winter quetschten sich noch mehr als dreimal so viele auf die Ränge.

"Es geht sehr ruhig zu, auch im Vergleich zu anderen Deutschlandpokalen", analysierte der Freiburger Bundestrainer und FT-1844-Sprecher Michael Obrecht und vermutete dabei auch eine Art WM-Kater bei den Rollkunstlauffans: "Viele der Schlachtenbummler, die sonst dabei sind, wollten sicherlich nicht zweimal innerhalb von sechs Monaten extra nach Freiburg anreisen." Ein Rollkunstlauf-Boom sei durch das WM-Turnier ohnehin nicht ausgelöst worden, erklärt Obrecht, der dies aber auch "in keinster Weise" erwartet hätte.

Aber auch die sportlichen Abteilungen der Nationen schienen ein wenig unter dem WM-Kater zu leiden, wie der Bundestrainer feststellte: "Nicht alle Länder haben ihre erste Garde geschickt, daher gab es im sportlichen Niveau keine besonderen Ausreißer – weder nach unten, noch nach oben." Einzig die Meisterklasse der Frauen präsentierte sich sehr stark, auch weil in Person der Italienerin Debora Sbei und der Deutschen Julia Woyciechowski die beiden Weltmeisterinnen in Kür und Pflicht mitliefen. Sbei überzeugte erwartungsgemäß in ihrer Disziplin, erhielt von allen fünf Kampfrichtern Höchstnoten von über 9,2 und siegte sowohl in der Kür, als auch in der Kombination. Die Hanauerin Woyciechowski musste sich in der Pflicht nur ihrer Schwester Sandra geschlagen geben, die in Freiburg studiert und trainiert. Das war aus heimischer Sicht aber nicht die einzige gute Meldung: In der Klasse "Kadetten Mädchen" siegte FT-1844-Läuferin Camilla Clad, bei den "Jugend Damen" ihre Vereinskameradin Jael Jendricke, Daniela Lüthy aus Freiburg erreichte hier Platz sieben. Bei den "Junioren Damen" kam Luisa Stättner vor heimischem Publikum immerhin auf Rang fünf.

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Autor: Felix Holm